Wer heute mit dem Velo von Subingen nach Zuchwil fahren möchte, kann die Veloroute 802 nehmen. Südwärts der Luzernstrasse kann man in Derendingen durch die Quartiere fahren und via einer eigens dafür erstellten Brücke den Emmenkanal überqueren. Schwieriger war es bisher, von Subingen aus nach Luterbach oder von Luterbach nach Zuchwil zu gelangen. Die Unterführung bei der Fabrikstrasse in Derendingen ist erst seit einigen Wochen fertig umgebaut, sodass sie nun auch für Velofahrer einfach passierbar ist. Zusätzlich wurde nun ein Veloweg erstellt, mit dem der Kreuzplatz auch auf der Nordseite der Luzernstrasse umfahren werden kann. Konkret kann man neu via Bocciaweg und untere Emmengasse entlang der SBB-Linie und der Emme bis zum Hochhaus fahren und dort der Wasserämter Veloroute folgen.

«Kreisel sind für Velofahrer schwierig»

Peter Portmann ist einerseits Leiter Projektmanagement Kreis I (Amt für Verkehr und Tiefbau) und damit für die Baustelle rund um den Kreuzplatz und die Sanierung der Hauptstrasse in Derendingen verantwortlich. Er ist aber auch Velobeauftragter im Kanton Solothurn. «Kreisel sind für Velofahrer immer schwierig zu befahren. Vor allem zu Stosszeiten.» Portmann ist darum froh, dass rechtzeitig für den Start der Bauarbeiten rund um den Kreuzplatz auch im Norden der Luzernstrasse eine alternative Veloroute eröffnet werden kann. Offiziell wird sie erst am 5. August, signalisiert. Schon ab Ende Woche kann der Veloweg entlang der Emme und des SBB-Geleises aber befahren werden. Die letzten Arbeiten wurden abgeschlossen und auch der Belag ist eingebaut.

Der Veloweg ist ein Gemeinschaftswerk. Er führt durch die Gemeinden Derendingen und Luterbach. Gleichzeitig mit dem Bau des Veloweges wurden auch Werkleitungen verlegt. Das war wichtig für die Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen (EWD). «Wir konnten dank der Leitungen, die im Veloweg eingebaut wurden, einen Ringschluss realisieren», erklärt Peter Rindlisbacher (Betriebsleiter EWD). Das war im GWP (Generelle Wasserplanung) der Gemeinde Derendingen sowieso vorgesehen. Damit ist nun die Versorgungssicherheit gewährleistet. Denn von den Bauarbeiten rund um den Kreuzplatz sind auch die dort verlegten Wasserleitungen betroffen. Absprachen gab es zudem mit dem Amt für Umwelt. «Wir haben das Projekt Hochwasserschutz zugunsten der Velofahrenden, leicht modifiziert und konnten so die Steigungen von 15 auf 10 Prozent reduzieren», erklärt Peter Portmann.

Strassenlaternen mit Bewegungsmelder

Entlang des neuen Veloweges werden Lichtkandelaber mit einer neuen Technologie aufgestellt. Die Kandelaber sind mit Bewegungsmeldern ausgerüstet. Wenn der Weg nicht benutzt wird, wird das Licht abgesenkt. Sobald sich Velofahrer oder Fussgänger nähern, leuchtet das Licht mit der höchstmöglichen Stärke. «Wir möchten hier Erfahrungen sammeln, damit wir wissen, ob dieses System funktioniert», erklärt der Luterbacher Bauverwalter Bernd Schultis. Wege die durch ein Quartier führen, werde man aber weiterhin konventionell beleuchtet. «Für die Anwohner sind Lampen die dauernd an- und wieder abstellen nicht zumutbar.» Weil der Veloweg auf dem Areal der SBB gebaut wurde, müssen die Kandelaber zudem zwecks einfacherem Unterhalt herunterklappbar sein.