Deitingen

«Mit dem Budget 2020 tendieren wir Richtung schwarze Null»: Budget erreicht das Plus

Im Gemeindehaus Deitingen wurde das Budget kräftig bearbeitet und positiv gestaltet.

Im Gemeindehaus Deitingen wurde das Budget kräftig bearbeitet und positiv gestaltet.

Deitingen ist auf dem guten Weg mit der Jahresbudgetierung. An der Budget-Gemeindeversammlung wird den Bürgern das Budget präsentiert.

«Mit dem Budget 2020 tendieren wir Richtung schwarze Null»», so ein überzeugter Finanzresssortchef, Michael Tüfer. Gemeinsam hatten es die Ressortverantwortlichen geschafft, einen Aufwandüberschuss von 180 000 Franken schliesslich in einen Ertragsüberschuss von 191 000 Franken zu verwandeln.

Den ersten wesentlichen Schritt vollzog bereits Finanzverwalter Christoph Lütolf mit seiner Budget-Bearbeitung mit der ersten Lesung. Er zeigte auf, wo überall Einsparungen und neue «Zuflüsse» in der Höhe von 280 000 Franken das Ergebnis verbessern. 105 000 Franken konnten beim 11,3 Mio. Franken-Budget im Gebäudeunterhalt gestrichen werden. Denn Deitingen verfügt über ein aktuelles System zur Zustandserhebung, wie Bauverwalter Markus Schwarzenbach erläuterte. 20 000 Franken weniger stehen für Personalkosten zur Verfügung. Von der Postagentur, die demnächst in der Gemeindeverwaltung eingerichtet wird, erwartet man an Entschädigungen 21 000 Franken. Die Feuerwehr verzichtet auf Weiterbildungsmassnahmen im Betrag von 12 000 Franken. Strassenunterhalt und Raumordnung erhalten 41 000 Franken weniger. Zu Buche schlägt jedoch die von der Kommune zu zahlende Spitex-Wegentschädigung mit 41 000 Franken. Die prognostizierten Steuereinnahmen im Brutto-Gesamtbetrag von rund 8 Mio. Franken wurden als vertretbar bezeichnet.

Mit einem Vorbehalt in die Gemeindeversammlung

An der Budget-Gemeindeversammlung wird sich der Stimmbürger mit einer geplanten Steuerfusserhöhung für juristische Personen beschäftigen. Denn sofern die kantonale Steuerreform im kommenden Frühjahr gut geheissen wird, fehlen der Gemeindekasse auf einen Schlag im Jahreshaushalt 200 000 Franken. «Um dieses Loch zu füllen, müssen wir eine Anhebung um 10 Prozentpunkte von jetzt 115 auf 125 Prozent bei den juristischen Personen beantragen», waren sich die Ratsmitglieder einig. Wann die versprochene finanzielle Kompensation dieser Verluste durch den Kanton eintreffe, sei doch sehr offen. Der Steuersatz für natürliche Personen verbleibt unverändert auf 125 Prozent.

Aktuelle Änderungen gibt es durch neue Verteilschlüssel in der Sozialen Sicherheit im mit 1,9 Mio. Franken dotierten Budgetposten. Da der Kanton die Ergänzungsleistungen für die Invalidenversicherung übernimmt, tragen die Gemeinden die Ergänzungsleistungen AHV. In Deitingen sind dies 797 000 Franken. Dankend erwähnt wurden mehrere Beiträge der Bürgergemeinde, die unter anderem ein WC am Friedhof plant. Die Investitionsrechnung umfasst 1,4 Mio. Franken, die in Strassenbau, Erschliessungen und Beleuchtungen gehen.

Sorgen bereitet die aktuelle Rechnung 2019

Im Anschluss an die Budget-Verabschiedung zuhanden der Gemeindeversammlung machte sich Tüfer Sorgen zur Einnahmeseite der aktuellen Rechnung 2019, dessen Zahlen trotz der zu 78 Prozent bereits abgewickelten Steuer-Veranschlagungen bei den natürlichen Personen noch nicht erreicht seien. Aber: «Wir sind auf gutem Weg, um den noch vorhandenen Bilanzfehlbetrag von 104 000 Franken ‹wegzuputzen› und das Fremdkapital von noch 8 Mio. Franken zu verzinsen.» Von einem für die Gemeindegrösse wünschbaren Eigenkapital in Höhe von 2,8 Mio. Franken sei man allerdings noch weit entfernt.

Wenn Werkhofleiter Peter Schreier im nächsten Frühsommer pensioniert wird, folgt ihm sein jetziger Stellvertreter David Flückiger. Der Gemeinderat wählte ihn einstimmig und wird die Ausschreibung für seine künftige Stellvertretung im November starten.

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