Biberist
Mit bunten Pflanzen zum naturnahen Traumgarten

Der sechste Pflanzen-Erlebnistag in Biberist war ein Erfolg. Er stand unter dem Motto «Garten-Recycling-Natur».

Agnes Portmann-Leupi
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Eine grosse Vielfalt an Pflanzen gab es am Erlebnistag in Biberist zu sehen.

Eine grosse Vielfalt an Pflanzen gab es am Erlebnistag in Biberist zu sehen.

Agnes Portmann-Leupi

Dort, wo am Sonntag vorher die slowUp-Besucher ihre Zwischenverpflegungen kosteten, galten am Pflanzen-Erlebnistag eine Woche später die Sinne dem Sehen und dem Riechen. «Ich bin begeistert ob der vielen Pflanzenarten», sagte eine Besucherin.

Begeistert über die grosse Besucherzahl waren am Ende des Tages auch die Anbieter samt Kulturkommission und Gartenfachfrau Regine Anderegg als Organisatoren.

Zu bestaunen, beschnuppern und auszuwählen gab es auf dem Platz neben dem Bezirksschulhaus vieles. Gross war die Auswahl an Blumen, Wildrosen, Kräutern, Gemüse-Setzlingen, Stauden, Kakteen und Besonderheiten. Eine eigentliche Setzlingtauschbörse organisierte die Bioterra.

Richtig zum naturnahen Garten

Unternehmen aus dem Dorf beteiligten sich am Erlebnistag. So lockte das vielfältige Angebot der Landwirtschaftsbetriebe Heri-Begert, Stuber und Senn zum Kauf. In die Welt der Bienen führten Markus und Lilly Vogt ein. Am Gartenflohmarkt Regine Andereggs fielen Trouvaillen wie Spindelrasenmäher, Rosenspaliere, geschweisste Gestelle, Blumentöpfe auf.

Für Materialien aus den Steinbrüchen der Region, einheimisches Holz sowie Recycling von alten Steinplatten zu ansehnlichen Gartenmauern warben Stähli & Partner. Der Natur- und Vogelschutzverein informierte neben der bunten Vogelvielfalt über die mit Schulklassen hergestellten Nistkästen.

Auswärtige Aussteller vermittelten wertvolle Empfehlungen zum Gebrauch von ökologisch sinnvollen Produkten für naturnahen Garten und zur Regenerierung der Umwelt. Zur Regenerierung der menschlichen Haut verhalf der Kauf von Molkepflegeprodukten und Honigpräparaten. In die Kunst des alten Handwerks Korbflechten liessen sich Besucher ebenfalls einführen.

Der Kreislauf der Natur

Die Biologin Muriel Bendel ging in ihren Führungen in nächster Umgebung in den Kreislauf der Natur ein. «Das Elchgeweihfarn, das im tropischen Regenwald bis 30 Meter hoch an den Bäumen klebt, kann eigens Humus herstellen», informierte sie über das auffallende Gewächs auf dem Marktplatz. Im Innern kompostiere es nämlich herabfallende Pflanzenpartikel und Blätter. Sie machte auf den Efeu an der Pappel aufmerksam, der eine eigentliche Pubertät durchmacht.

In der sogenannten Altersform, in der er die Form der Blätter verändert – ein Efeu kann über 100 Jahre alt werden –, blüht er im Herbst und trägt im Frühling Früchte. Im Herbst lieben ihn die Insekten und Bienen als Nahrungsgrundlage und im Frühling die Vögel. Auch im Kies unter den Platanen, wo rund 30 verschiedene Pflanzen wachsen, veranschaulichte Muriel Bendel den Kreislauf und damit die durchdachte Samenverbreitung des kleinen Storchschnabels, des Reiherschnabels und des Schöllkrauts.

Angeregt wurde am Erlebnistag aber auch der Geschmackssinn, wehte doch der Duft von Grillwürsten «Diräkt vo Stubers» übers Areal. Die HEKS-Gärten boten Risotto mit frischem Gemüse und Kräutern an. Verfeinert werden konnte es durch das Chili- und Kräuter-Öl, das die Flüchtlingsfrauen im Solothurner HEKS-Garten hergestellt hatten.

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