Messen
Verkauf ist vom Tisch: Das Schulhaus Balm soll renoviert und vermietet werden

Das Schulhaus Balm bleibt der Gemeinde Messen vorläufig erhalten. Zudem zeigt das Gemeindebudget ein besseres Ergebnis auf als erwartet.

Marlene Sedlacek
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Altes Schulhaus, Balm bei Messen.

Altes Schulhaus, Balm bei Messen.

Rahel Meier

An der vorletzten Sitzung hatte der Gemeinderat gewerweisst, ob man das Schulhaus Balm verkaufen, abreissen oder renovieren sollte. Da der Zustand des Gebäudes nicht genau bekannt war, beschloss der Rat eine Besichtigung, an der die Gemeinderäte und die Gemeinderätin feststellten, dass die Umgebung gepflegt ist und die ehemaligen Schulräume, welche die Spielgruppe benutzt, schön eingerichtet sind. Die Räume sind gut beheizbar und auch bei kräftiger Bise warm.

Der Wohnung sehe man jedoch das Alter an, bemerkte Andreas Schluep. Mit relativ geringem Aufwand könne man sie bewohnbar machen. Gemeindepräsident Bernhard Jöhr fasste zusammen, dass man am provisorischen Beschluss der letzten Sitzung festhalten wolle, das Schulhaus nicht zu verkaufen, sondern für etwa 60'000 Franken sanft zu renovieren und zu vermieten.

«So hat man zehn bis zwölf Jahre Zeit, um sich Gedanken über das weitere Schicksal der Liegenschaft zu machen. Zudem bleibt das Grundstück der Gemeinde als Baulandreserve erhalten»,

zählte Jöhr die Vorteile auf. Ein nicht unwesentlicher Pluspunkt sei, dass die Spielgruppe bleiben könne.

Budget zeigt ein besseres Ergebnis auf als erwartet

«Ich war positiv überrascht über das Nettoergebnis von einem Verlust von knapp unter 300000 Franken», gestand Finanzverantwortlicher Adrian Schluep bei der ersten Lesung des Budgets ein. Auch der Gemeindepräsident hat ein höheres Minus erwartet. «Wir konnten alle Kommissionsbudgets telquel übernehmen», lobte er. Die wenigen Korrekturen, die vorgenommen wurden, ergaben keine grossen Änderungen.

Die Steuereinnahmen budgetierte Natalie Lüchinger vorsichtig. Als neue Finanzverwalterin fehlten ihr Hintergrundkenntnisse über die Gemeinde, um einigermassen exakte Prognosen zu erstellen. Corona mache die Sache auch nicht einfacher, betonte Schluep. Er denke, dass die Steuereinnahmen der Gemeinde relativ stabil seien. Lüchinger setzte ein Nettoergebnis von 166'000 Franken mehr als im letzten Budget ein.

Schluep warf den Gedanken in den Raum, bei der zweiten Lesung eine Steuersenkung in Betracht zu ziehen. In den letzten Jahren habe die Rechnung immer besser abgeschlossen als budgetiert, begründete er.

Investitionsrechnung weit über dem letzten Budget

Die Investitionsrechnung fällt mit Nettoinvestitionen von 3,64 Mio. Franken sehr hoch aus. Grund dafür ist vor allem das Darlehen an den Zweckverband Schwimmbad Region Messen von knapp 2 Mio. Franken. Ein Kredit, der von der Gemeindeversammlung bereits genehmigt wurde. Auch der Betrag von 1,26 Mio. Franken für den Ersatz der Wasserleitung Hauptstrasse schenkt ein. Diesen Kredit muss das Volk noch gutheissen.

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