Messen
Mit Messerschleifer und Nidletäfeli -Herbstmärit in Messen

Der Herbstmärit in Messen war gut besucht, dieses Mal spielte auch das Wetter mit. Von Militärkäseschnitten bis Nidletäfeli - für gute Verpflegung war gesorgt. Die Märitkommission ist zufrieden.

Anja Neuenschwander
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«Der Örgelimann bringt die Märitstimmung.»

«Der Örgelimann bringt die Märitstimmung.»

Anja Neuenschwander

Oben auf der Terrasse des Gasthof Sonne sitzt die dreiköpfige Märitkommission des Herbstmärit Messen und beobachtet das geschäftige Treiben zwischen den Marktständen. Seit fünf Uhr sind sie bereits wach und haben den insgesamt 38 Marktfahrern beim Aufstellen geholfen. Aschi Schluep von der Märitkommission sei die Dankbarkeit der Marktfahrer aufgefallen: «Die haben schwere Zeiten durchgemacht. Man merkt, dass sie es schätzen, von der Kommission unterstützt zu werden.» Nun gönnen sich die drei Verantwortlichen eine Kaffeepause.

Das schöne Wetter lockt viele Besucher an: Am Morgen sind eher die älteren Besucher anzutreffen. Am Nachmittag kommen die Kinder, die extra schulfrei erhalten, und sich auf dem Karussell und den Trampolins vergnügen können.

Mehr Marktfahrer in Messen in den letzten Jahren

Der letzte Märit im Juni sei unglücklicherweise von einem Hagelsturm getroffen worden, erzählen die drei Verantwortlichen. Daher freuen sie sich umso mehr über den sonnigen Herbsttag, an dem der Märit zum 138. Mal stattfindet. «Wir haben jedes Jahr um die 30 bis 40 Stände», informiert Märitchef Adrian Schär. In den letzten 15 Jahren habe die Anzahl Stände zugenommen.

Die Märitkommission (v.l.) : Märitchef Adrian Schär und Kommissionsmitglieder Aschi Schluep und Ueli Kunz.
5 Bilder
Das Karussell oder «Rösslispiel» auf dem Dorfplatz in Messen.
Messerschleifer Thomas Gübeli hat seine Werkstatt in einem Anhänger eingerichtet.
Frisches Holzofenbrot von der Bäckerei Moser.
Leere Trampolins auf der Wiese hinter dem Märit - die Kinder sind noch in der Schule.

Die Märitkommission (v.l.) : Märitchef Adrian Schär und Kommissionsmitglieder Aschi Schluep und Ueli Kunz.

Anja Neuenschwander

Jeweils im Herbst steht der Anhänger des Messerschleifers Thomas Gübeli auf dem Dorfplatz. «Der hat immer ziemlich Büez», meint Schär. Vom Stand der Bäckerei Moser strömt der Duft von frisch gebackenem Holzofenbrot, weiter vorne wird in einem grossen Topf Nidletäfeli-Masse gerührt. Von der Mitte des Dorfplatzes ertönt Musik: «Der Örgelimann, der bringt die Märitstimmung», meint Aschi Schluep.

Ein paar Schritte weiter gibt es heisse Marroni, Bauernwürste oder Militärkäseschnitten. Seit rund 17 Jahren betreibt dazu der Damenturnverein ein Beizli am Messener Märit. «Die Beizli sind mit am wichtigsten auf dem Märit. Dort treffen sich die Leute, schwatzen und verweilen», sagt Schluep.

Auf der Terrasse meint Schär, der schon zum elften Mal als Märitchef im Einsatz ist: «Das ist für mich das schönste am Märit: Auf die Stände zu schauen und zu sehen, dass es läuft.» «Und wenn am Abend alles vorbei ist», ergänzt Ueli Kunz, das dritte Kommissionsmitglied, lachend.

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