Rechnung
Messen kann einen beachtlichen Überschuss verzeichnen

Die Gemeinde Messen schliesst ihre Jahresrechnung mit einer halben Million Gewinn ab.

Gundi Klemm
Merken
Drucken
Teilen
Die Rechnung der Gemeinde Messen schliesst mit einem beachtlichen Überschuss ab.

Die Rechnung der Gemeinde Messen schliesst mit einem beachtlichen Überschuss ab.

Robert Grogg

8,3 Mio. Franken umfasst die Erfolgsrechnung der Gemeinde Messen. Vor der Gewinnverteilung lag der Überschuss bei 973'370 Franken. Dieser wurde durch Finanzverwalter Geo Voumard mit zusätzlichen Abschreibungen auf 505'300 Franken reduziert, die wiederum dem Eigenkapital (Ende 2017: 3,87 Mio. Franken) zugewiesen werden sollen.

Fast in allen Konten gab es Minderausgaben. Zudem haben die Auflösung eines Kontos für Schutzraumabgaben der Kasse ein Plus von 89'000 Franken, eine Rückzahlung der Schulorganisation A3 über 77'000 Franken und eine Nachzahlung des Kantons Solothurn als Beitragsanteil Asylwesen für Vorjahre 157'000 Franken eingebracht.

Gut aufgestellt sind die Spezialfinanzierungen für Abwasser, Wasser und Abfall, wobei letzterer etwas knapp mit nur noch 40'000 Franken dotiert ist.

Mit «Nachhall»

2017 gingen 4,58 Mio. Franken an Gemeindesteuern ein. Die natürlichen Personen trugen 3,9 Mio Franken bei, Steuernachzahlungen für Vorjahre betragen 418'000 Franken. Der Finanzverwalter bezeichnete dies positiv als «Nachhall». Trotzdem blickt er besorgt in die Zukunft. «Die gute Finanzlage der Gemeinde wird 2019 zu einer Reduktion der Zuwendung aus dem Finanz- und Lastenausgleich führen, vermutlich dann, wenn auch die Steuereingänge wegen der Steuerfusssenkung abnehmen.» 2017 erhielt Messen 929'200 Franken aus dem Finanz- und Lastenausgleich.

«Doch wegen der guten Resultate der letzten Jahresabschlüsse sollten wir dem Bürger dennoch etwas zurückgeben», regte Ratsmitglied Andreas Schluep eine erneute und mutige Verminderung der Steueranlage an. «Eigentlich brauchen wir jetzt mal eine Verschnaufpause auf 120 Prozent», sprach sich Gemeindepräsident Bernhard Jöhr angesichts von Fremdkapital von 7,8 Mio., davon langfristige Darlehen in Höhe von 5,6 Mio. Franken, für mehr Ruhe aus.

Intransparente Sozialkosten

Sofern aber eine Steuerfuss-Diskussion nötig werde, finde sie im Rahmen des Budgetprozesses statt. Juristische Personen zahlten für 2017 164'000 Franken, und der Quellensteuereingang lag bei 37'400 Franken. Die Steuerabschreibungen befinden sich mit 32'000 Franken im Rahmen der Vorperioden. Investiert wurden brutto 1,34 Mio. Franken, netto 468'000 Franken.

Der Gemeinderat hat sich für die Klärung der Sozialkosten ausgesprochen. «Wir wollen kein BBL-Bashing betreiben, aber der Zahlungsverkehr mit der Sozialregion gleicht häufig einer «Blackbox», kennzeichnete Gemeinderätin Sandra Nussbaumer ein bestehendes Systemproblem, das den Asylbereich und die Sozialhilfe betreffe.