Riedholz
Mehrheit ist zufrieden mit angepassten Massnahmen gegen Fluchtverkehr

Der Gemeinderat Riedholz diskutierte über die in Kraft getretenen Massnahmen gegen den Fluchtverkehr und über die in zwei Wochen stattfindende Dorfarena.

Nadine Schmid
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Auf der Baselstrasse wird gebaut. (Archiv)

Auf der Baselstrasse wird gebaut. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Bei den neuen Massnahmen gegen den Fluchtverkehr ist der Gemeinderat geteilter Meinung, so fiel die Schlussabstimmung zum Protokoll auch äusserst knapp mit drei zu vier Stimmen dafür aus. Marcel Eheim beispielsweise fand die alte Variante sowie andere diskutierte, aber nicht umgesetzte Möglichkeiten sinnvoller.

Trotz ein paar Reklamationen wegen der neuverlegten Sperrung ist der Tenor der Anwohner aber grösstenteils positiv. «Aus Rückmeldungen geht hervor, dass viele froh sind, dass wir etwas unternehmen», so Gemeindepräsidentin Jasmin Huber. «Für diejenigen, die an den vielbefahrenen Strassen wohnen, war die Situation unerträglich.»

Was auch erwähnt wurde, war die Befahrung Westtangente, die doch eine gute Alternative, wenn nicht sogar die bessere Verbindung darstelle. Huber: «Der Kanton sollte diese Verbindung grossräumig kommunizieren, damit die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Bescheid wissen.»

Der Gemeinderat sieht die jetzigen Massnahmen als Warmlaufen für die weiteren Bauprojekte, die in Zukunft anstehen werden, so die weitere Sanierung der Baselstrasse vom Baseltor bis St. Katharinen in zwei Jahren.

Nachtragskredit und Dorfarena

Der Nachtragskredit von rund 4000 Franken für die Überarbeitung der Qualitätssicherung in der Trinkwasserversorgung wurde genehmigt. Unter anderem wird so die Organisation der Wasserversorgung und das Vorgehen bei Verunreinigung geklärt. Jacqueline Rüede kritisierte, dass das Geschäft nicht richtig in die Wege geleitet wurde und urplötzlich auf dem Tisch lag. Genauso fehle es an ausführlicher Dokumentation. Rüede: «Bei Nachtragskrediten wird immer die Dringlichkeit besprochen, diese wird in diesem Geschäft nicht offengelegt.»

Die Ortspartei FDP Riedholz möchte in zwei Wochen eine Dorfarena veranstalten und wünscht, dass ein Gemeinderatsmitglied teilnimmt. Stefan Ruch findet die Themenwahl problematisch. «Neue Trottoirs und 30er Zone sind Themen, die bereits abgeschlossen sind. Ich habe kein Verständnis dafür, warum man wieder darüber diskutieren muss, dies wird nun aus irgendeinem Grund aufgebauscht, das finde ich nicht korrekt von einer Dorfpartei.» Huber relativierte daraufhin: «Es geht darum, die Bevölkerung für die Partei zu sensibilisieren und sie ihnen vertrauter zu machen. Viele Parteien kämpfen darum, Mitglieder zu finden. Damit die Anwohner teilnehmen, braucht es spannende Themen.» Die Meinung im Gemeinderat über die Themenwahl blieb aber grösstenteils skeptisch, so fand auch Eheim die Diskussionspunkte unglücklich. «Es wäre konstruktiver, über Geschäfte zu reden, die in der Zukunft anstehen.» Und Dominik Ingold: «Diese Themenwahl zeigt, dass das Vertrauen in den Gemeinderat nicht vorhanden ist.» Ruch stellte einen Antrag, einen Brief mit der eigenen Sichtweise zu formulieren, welcher angenommen wurde. Auch sprach sich der Rat mehrheitlich gegen eine Teilnahme aus, sodass auf diese verzichtet wird.