Mülibach

Mehr Wohnqualität und besser erlebbar: Bachbett wird breiter und naturnah

Nach der Revitalisierung fliesst der Mülibach nicht mehr schnurgerade, sondern mäandrierend.

Nach der Revitalisierung fliesst der Mülibach nicht mehr schnurgerade, sondern mäandrierend.

Entlang des Steinrüschenweg in Küttigkofen soll der Mülibach revitalisiert werden. Die Bevölkerung darf sich zum Projekt äussern.

Der Mülibach weist auf seiner Länge sämtliche Klassierungen der Ökomorphologie der Fliessgewässer aus. Das heisst konkret sein Zustand wechselt von eingedolt zu naturfremd und künstlich bis zu natürlich und naturnah. Im Abschnitt oberhalb des Ortsteils Küttigkofen der Gemeinde Buchegg ist der Mülibach stark verbaut.

Nach der strategischen Gewässerplanung des Kantons Solothurn gibt es dort eine hohe Priorität für Aufwertungsmassnahmen. Deshalb wurde im letzten Dezember an der Gemeindeversammlung Buchegg ein Planungskredit für die Revitalisierung des Baches im Abschnitt Steinrüschen genehmigt.

Die Revitalisierung soll in einem Bereich von rund 400 Meter Länge zwischen dem Durchlass Talmattenweg bis zum Durchlass Steinrüschenweg erfolgen. Nun wurde ein kantonaler Erschliessungs- und Gestaltungsplan erarbeitet, der der Bevölkerung an einer Mitwirkungsveranstaltung vorgestellt wurde. Rund 25 Personen nahmen teil.

Biberdamm mitten im Perimeter

Weil in Lüterswil-Gächliwil gute Erfahrungen gemacht wurden, dient dieses Projekt als Vorzeigeprojekt. Nach der Aufwertung soll der Mülibach für die Bevölkerung besser erlebbar sein und die Wohnqualität der Anwohner erhöhen. Aus diesem Grund ist nördlich der Kreuzung Steinrüschenweg/Talmattenweg ein Begegnungsplatz mit Wasserzugang angedacht.

Das Einzugsgebiet des Mülibaches weist bis zur Mündung in den Biberenbach eine beträchtliche Grösse von rund 975 Hektaren auf. Es handelt sich dabei meist um ländliches und landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Es dominieren Gras- und Ackerland. Der Bach entspringt in zwei Ästen und hat zu Beginn auch einen anderen Namen. Östlich von Mühledorf vereinigen sich die Bachäste dann zum Mülibach. Bis zum Steinrüschenweg sind diverse meist eingedolte Zuflüsse von Süden her zu erkennen. Ab dem Zusammenfluss weist der Mülibach ein nur eher geringes Gefälle aus.

Später wird auch der Weg noch saniert

Die Revitalisierung soll entlang des Steinrüschenweges ab dem Durchlass Talmattenweg bis zum Durchlass Steinrüschenweg am westlichen Dorfrand ausgeführt werden. In diesem Bachabschnitt liegt auch ein Biberdamm. Die Parzelle ist in der Nutzungsplanung bereits als Uferschutzzone ausgeschieden.

Die Arbeiten werden mit Kosten von 440000 Franken veranschlagt. Davon dürften rund 90 Prozent durch Bund und Kanton subventioniert werden. Im Anschluss an die Revitalisierung soll der Steinrüschenweg saniert werden.

Hinweis
Alle Unterlagen sind online aufgeschaltet. Die Mitwirkung läuft bis zum 30. November.

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