Die Gemeinde Oberdorf plant, im kommenden Jahr Investitionen von 665 000 Franken vorzunehmen. Dies betrifft vor allem die Bereiche Spezialfinanzierung (Wasser und Abwasser), Strassen und Gewässerverbauung. So genehmigte der Gemeinderat einstimmig den Antrag der Werkkommission (Weko) für einen Bruttokredit von 300 000 Franken zur Sanierung der Balmfluhstrasse inklusive Ersatzwasserleitung.

Aufgrund diverser Leitungsbrüche der letzten Zeit wies Weko-Präsident Markus Studer dabei auf die Dringlichkeit der Sanierung hin. Weitere 190 000 Franken Bruttokredit werden der Weko für die Renovierung des Engelwegs bereitgestellt.

Da dieser in einem schlechten Zustand sei und oberhalb des Milchhauses der Strassenbelag abbröckle und den Hang hinunterrolle. Daher soll der Engelweg 2017 mit einer Hangsicherung saniert und ein neuer Deckbelag eingebaut werden.

Zudem soll die darunter liegende Wasserleitung aus dem Jahre 1922 ebenfalls ersetzt werden. «Wir gehen davon aus, dass die alten Leitungen im Zuge der Bauarbeiten ohnehin den Geist aufgeben würden», sagte Studer.

Der dritte grosse Investitionspunkt betrifft die erste Etappe zur Sanierung der Kanalisationsleitungen. Angefangen wird in den Bereichen Engelweg und Haselmattweg, da es dort stellenweise zu Verkalkungen und starken Wurzeleinwüchsen gekommen ist. Der Gemeinderat genehmigte hierfür einen Bruttokredit von 90 000 Franken.

Mehr Steuergelder

Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Gesamtaufwand von 8 908 370 Franken und Gesamtertrag von 8 975 820 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 67 450 Franken. Unterschiede gegenüber dem Budget 2016 finden sich vor allem beim Finanzausgleich.

Mit Annahme des neuen Gesetzes über den Finanz-und Lastenausgleich erhält Oberdorf neu noch 124 800 Franken, was einem Minus von 51 600 Franken entspricht. Der Grund dafür sind die positiven Rechnungsabschlüsse der Vorjahre. «Unser Steuerwachstum hat dazu geführt, dass wir beim Ressourcenausgleich neuerdings einzahlen müssen», erklärte Gemeindepräsident Patrick Schlatter.

Dass die Steuereinnahmen in den letzten Jahren zugenommen haben, sei zwar erfreulich. Leider seien aber auch die Kosten im gleichen Rahmen gestiegen, wodurch unter dem Strich nicht mehr als zuvor bleibe, Schlatter.

Ansonsten ähnelt das Budget 2017 grossmehrheitlich jenem des Vorjahres. Grössere Abweichungen lassen sich einzig bei den Schulliegenschaften «Unterhalt an Grundstücken» und bei den Gemeindestrassen «Langsamverkehrsmassnahmen» ausmachen.

Ausserdem schlägt die Verlegung des Pétanque-Platzes vom Gemeindehausareal in die Schulanlage Mühlacker (Kugelstossanlage) mit einem Betrag von 20 000 Franken zu Buche. Des Weiteren sind keine Teuerungszuschläge bei den Gehältern des Gemeindepersonals oder den Lehrkräften geplant und der Steuerfuss bleibt unverändert bei 125 Prozent.

Das Ziel des Gemeinderates bis 2020 ein Eigenkapital von 1 Mio. Franken aufzuweisen wurde bereits 2015 erreicht. Ob der Steuersatz gesenkt werden kann, hängt allerdings vom Entscheid der Sanierung oder Schliessung des Hallenbades an der Abstimmung vom 27. November ab.