Hüniken
Mehr Einwohner, mehr Steuern: Jetzt zeigt sich der Bauboom

Die Gemeinderechnung Hünikens schliesst mit einem Ertragsüberschuss. Dies auch dank mehr Einwohnern und höheren Steuereingängen.

Rahel Meier
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In Hüniken wurde in den letzten Jahren viel gebaut. (Archiv)

In Hüniken wurde in den letzten Jahren viel gebaut. (Archiv)

Rahel Meier

Die Bautätigkeit der letzten Jahre in Hüniken schlägt sich nun in der Bevölkerungsstatistik nieder: Ende 2015 waren es 94 Einwohner. Sie zeigt sich aber auch im Steuereingang der natürlichen Personen. 279'008 Franken im letzten Jahr waren laut Finanzverwalter Peter Felder «der absolute Rekord» für Hüniken.

Gemeindepräsident Jürg Schibler freute sich darüber, dass 2015 erstmals in seiner Amtszeit schwarze Zahlen geschrieben wurden. Der Ertragsüberschuss von 32'301 Franken wird dem Eigenkapital zugewiesen. Dieses beläuft sich neu auf 539'523 Franken.

Felder führte die 22 anwesenden Stimmberechtigten durch die Rechnung. Grosse Abweichungen zeigt diese eigentlich nur im Bereich «Bauverwaltung» auf. Dort macht sich die Bautätigkeit im Dorf erneut spürbar. Es musste mehr ausgegeben werden für Pläne und Beratung, gleichzeitig kamen aber auch weitaus mehr Baubewilligungsgebühren herein, als budgetiert waren.

Unter dem Strich schloss der Posten deshalb besser ab als budgetiert. Teurer als budgetiert war die Abwasserbeseitigung, da Unterhaltsarbeiten für die Kanalisation anfielen, die nicht budgetiert waren. Ebenfalls nicht budgetiert waren 9360 Franken für Arbeiten am Dünnbach nach einem heftigen Gewitter.

Positiv wirkte sich zudem aus, dass Hüniken diverse Beiträge von Bund und Kanton erhielt, beispielsweise auch für das vor kurzem erarbeitete generelle Entwässerungsprojekt. In der Investitionsrechnung ist speziell, dass nicht Nettoinvestitionen ausgewiesen werden, sondern Desinvestitionen. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Verständnis für die Nachbargemeinden ist vorhanden

Jürg Schibler informierte die Anwesenden über die Regionalschule äusseres Wasseramt (rsaw) und den Austritt der Gemeinde Aeschi. Er zeigte Verständnis, da Aeschi mit dem heutigen Vertrag prozentual mehr bezahle als andere Gemeinden. Ebenso konnte er aber nachvollziehen, dass Bolken und die Drei Höfe ihre Schulstandorte nicht aufgeben möchten.

«Mit der Kündigung kommt Bewegung in die Gespräche der rsaw-Gemeinden. Das Resultat ist vermutlich eine Vertragsanpassung», so Schibler. Daniel Wodey (Mitglied Baukommission und Delegierter in der GA Herzogenbuchsee) informierte über die Umrüstung auf Glasfaser, die bis Mitte Juli im ganzen Dorf abgeschlossen sein müsste, sodass alle Haushaltungen angehängt wären.

Abschliessend rief Jürg Schibler dazu auf, sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen. «Nächstes Jahr ist ein Wahljahr. Wir haben in Hüniken doch auch rund 35 Ämter, die es zu besetzen gilt», meinte er.