Buchegg

Mehr als nur Schwimmanstalt – Badi-Beizli soll erhalten bleiben

Badi Mühledorf

Engagierte Frauen setzen sich für den Erhalt des Beizlis in der Badi Mühledorf ein und gründen dazu einen Trägerverin. So wird die Last auf mehrere Schultern verteilt.

Eine Badi ohne Beizli? Das geht gar nicht, finden Rahel Moser und Silvia Lehmann von der Betriebskommission. Denn die Badi Mühledorf sei mehr als nur ein Schwimmbad, sind sie überzeugt. Sie sei ein Treffpunkt für Jung und Alt und verbinde die Einwohner der einzelnen Dörfer miteinander. Deshalb sei ein Beizli neben dem Badebetrieb ein Muss. Doch die Suche nach einer Nachfolge für die bisherige Betreiberin, die Ende letzte Saison gekündigt hatte, gestaltete sich äusserst schwierig. Mangels Bewerbungen erarbeiteten die beiden Frauen ein Konzept, um den Kiosk samt Beizli trotzdem zu erhalten. Die Idee dahinter ist die Gründung eines Trägervereins. «Damit könnte man die Last auf mehrere Schultern verteilen», meinte Moser. Schon viele Frauen hätten ihnen ihre Mithilfe versprochen, bestätigte sie.

Starthilfe vom Gemeinderat

Die Idee fand Anklang im Gemeinderat. Einstimmig genehmigte er den Antrag von Bruno Bartlome, Ressort Bau und Liegenschaften, einem Verein mit zwei hauptverantwortlichen Personen die Führung von Kiosk und Beizli zu übertragen. Ebenso waren die Räte mit einer einmaligen Starthilfe von 1000 Franken à fonds perdu und der Gewährung eines Darlehens von 2000 Franken, das nach Saisonende zurückbezahlt werden muss, einverstanden.

«Zu wuchtig»

Zwei Doppeleinfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus sollen in der Bänimatt in Mühledorf erstellt werden. Dazu beantragen Architekt und Bauherrschaft ein Gestaltungsplanverfahren. Die Parzelle liegt in der Wohnzone W2. Der Bauherr möchte jedoch bis zu drei Meter höher bauen, als die Bauvorschriften zulassen. Zudem kann mit einem Gestaltungsplan die Ausnützungsziffer erhöht werden.

Die Baukommission empfahl dem Gemeinderat grundsätzlich, dem Antrag nach einem Gestaltungsplan zu entsprechen, dabei aber die Bauhöhe einzuschränken. «Das Mehrfamilienhaus wird mit neun Metern Höhe zu wuchtig», kritisierte Bauverwalter Georg Baumgartner. Siebeneinhalb Meter seien von der Ästhetik her vertretbar, meinte er.

Der Tenor im Gemeinderat ging jedoch dahin, dass man im Sinne einer verdichteten Bauweise eher alle Häuser höher bauen müsste. Stören würde dies nicht, da sich das Grundstück am Hang befinde. Der Rat beschloss, den Gestaltungsplan wie vom Architekten beantragt, beim Kanton einzugeben und dessen Reaktion abzuwarten.

Wertvolles Quellwasser

Das kantonale Amt für Umwelt beurteilt die St. Margarethenquelle als wertvoll. Die Gemeinde möchte deshalb eine Schutzzone ausscheiden, die diese Quelle und gleichzeitig die Stollenquelle, die in privater Hand ist, umfassen würde. Eine Schutzzone ist nötig, um das Wasser in die öffentliche Wasserversorgung einspeisen zu dürfen. Beide Quellen seien sehr ergiebig und nach landläufiger Meinung von guter Qualität, meinte Gemeindepräsidentin Verena Meyer-Burkhard. Doch um die erforderlichen Schutzmassnahmen umzusetzen, brauche es weitere Messungen. Ebenso müssten Varianten für die Realisierung der Massnahmen gesucht werden, die ohne Felsabtragung oder Strassenverlegung auskommen.

Die Kosten für diese weiteren Projektschritte sind nicht budgetiert. Deshalb beantragten die Gemeindepräsidentin und Alex Mann, Ressort Werke, einen Nachtragskredit mit einem Kostendach von 17 500 Franken. «Dort wo gutes Wasser kommt, muss man es brauchen», betonte Alex Mann. Der Gemeinderat nahm den Antrag einstimmig an.

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