Frühlingskonzert
Mehr als ein Abend der Duette: Musikgesellschaft Lüterswil fesselte das Publikum

Raffinierte Moderation mit dem Markenzeichen Kurt Egger prägten das Frühlingkonzert der Musikgesellschaft Lüterswil.

Hans Blaser
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Die Holzbläser der MG Lüterswil in Aktion.

Die Holzbläser der MG Lüterswil in Aktion.

Hans Blaser

Nach dem Ensemble der Musikschule eröffnete sie ihren Auftritt mit dem «Papstein Marsch» von Fritz Hanusch um dann gleich den grössten Brocken anzupacken. Auf den Notenpulten lagen die Stimmen zu «Toward the Bright Future». Das haben die Lüterswiler als Selbstwahlstück auserkoren für den überregionalen Musiktag in Messen.

Es beginnt mit einer imposanten Fanfare, bei der sich das kleine Blech schon ganz schön auszeichnen kann. Mit «The Dreams of Love», einer bezaubernd vorgetragenen Begine für 2 Trompeten und Orchester von Rudolf Neuwirth fanden die Lüterswiler nach Europa zurück. Wie gut die Polka «Wir Musikanten»von Kurt Gäble gefiel verriet das spontane Mitklatschen des Publikums, das ein erstes Lächeln ins Gesicht des Dirigenten Erich Egger zauberte. Mit genau diesem Kurt Gäble begannen die Lüterswiler den zweiten Teil.

Diesmal wirkte er nicht als Komponist, sondern als Arrangeur von «Beach Boys Golden Hits». Dass die Melodien aus den 60er und 70er Jahren auch beim heutigen Publikum noch gut ankommen erhofften sich die Lüterswiler zu Recht. Unvergängliche Musik von Billy Vaughn (1919-1991) packten die beiden Arrangeure Hans Auer und Freek Mestrini in mehrere Pakete zu je drei Titeln. Im Gewählten steckt auch «Sail Along Silv’ry Moon». Das gab Daniela Disler (Alto) und Fritz Trittibach (Tenor) die Gelegenheit zu einem gelungenen und dezent begleiteten Saxofon-Duett. Damit wurde das Konzert zu einem Abend der Duette. Dabei war es nämlich nicht das Letzte. Geplant war ein Duett Cornet und Posaune.

Wegen gesundheitlicher Indisposition des Posaunisten stand neben Tobias Trittibach als Ersatz das ehemalige Mitglied Reto Trittibach auf der Bühne. Statt des Geplanten wurde «Je t’aime mon amour» plötzlich ein Duett für zwei Cornets. Der wunderschöne Vortrag wurde begeistert applaudiert. Weil Simon Felder seinem Arrangement für «Ich gehör nur mir» aus dem 1992 in Wien uraufgeführten Musical «Elisabeth» eine Singstimme beliess, sucht die MG eine passende Sängerin und fand sie in Nadja Lanz. Sie fesselte das Publikum und war danach offensichtlich gerne bereit den ganzen Vortrag nochmals zu wiederholen. Mit einem Arrangement von Willy Hautvast aus dem von Warren Casey und Jim Jacobs komponierten «Grease» wurde das Programm abgeschlossen.

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