Bald entscheidet der Kanton zu den Einsprachen gegen das Bauvorhaben der Familie Antener auf dem Aareinseli in Selzach. Einsprachen wurden von den Gemeinden Selzach, Lüsslingen-Nennigkofen sowie von Pro Natura und dem Vogelschutzverband eingereicht. Zwischenzeitlich hat der alt Regierungsrat eine Lösung am «Runden Tisch», eine Mediation, versucht. «Ja, ich habe mit den Parteien an einer Lösung gearbeitet», erklärt er. Aber die Gräben seien zu gross. «Die Differenzen waren unüberbrückbar. Nun soll der Kanton entscheiden. Dann sehen wir weiter.»

Mit einem Brief an die Parteien beendet Wanner die Mediation. Wenn der Entscheid des Kantons vorliegt, ist es an den Parteien, diesen zu akzeptieren oder zu rekurrieren. Laut Inseli-Bewohnerin Verena Antener, die in Kontakt mit dem Kanton steht, müsse die Familie mit Beschränkungen rechnen, die aber verkraftbar seien. Aber ob die Umweltverbände und die Gemeinde Selzach damit leben können, werde sich erst zeigen.

Die Familie Antener plant eine Umstrukturierung des Bauernbetriebes auf dem Aareinseli. Sie hatte ein Baugesuch für eine Obstanlage sowie Änderungen im Gastrobetrieb eingereicht, dies teilweise nachträglich. Ein Teil der Obstanlage wurde bereits erstellt.

Hintergrund ist der weitere Einbezug der Kinder in den Betrieb und die Sicherstellung der Zukunft. Geplant ist ein Ausbau des bereits bestehenden Gastrobetriebes einerseits. Andererseits soll auf Mutterkuhhaltung umgestellt werden, und eine Obstplantage die wegfallende Milchwirtschaft ersetzen. Bauherrin ist die Generationengemeinschaft, bestehend aus Vater, Tochter und Sohn.