Am Montagabend wurde das räumliche Leitbild für die Gemeinde Hubersdorf erarbeitet. Es ist die Grundlage für die Überarbeitung der Ortsplanungsrevision, die aus dem Jahr 1998 stammt. Wie es der Name sagt, geht es beim Räumlichen Leitbild um die Visionen der räumlichen Entwicklung für die nächsten rund 20 Jahre.

Detailfragen werden erst mit der nachfolgenden Ortsplanung angegangen. «Wir entscheiden mit diesem Grundlagenpapier darüber, wo und wie wir unseren Boden nutzen wollen. Wir setzen uns damit aber auch Grenzen des Wachstums», so Gemeindepräsident Gregor Schneiter bei der Begrüssung.

Eigenständig bleiben

Präsentiert wurde das Leitbild von Uriel Kramer und Martin Meister (W+H Biberist). Der Gemeinderat, der als Planungsbehörde für den Inhalt des Leitbildes verantwortlich ist, sehe Hubersdorf als wichtigen Ort, insbesondere im Schul- und Vereinsbereich, auch für die umliegenden Gemeinden.

Zusammenarbeiten würden befürwortet, eine Fusion sei aber kein Ziel. Die Gemeinde strebe ein Wachstum von rund 130 Personen auf 860 Einwohner bis ins Jahr 2036 an. «Wie in vielen anderen Gemeinden auch möchte man in Hubersdorf einerseits Wohnraum für junge Menschen, aber auch für Senioren fördern», so Kramer.

Das Überbauen der freien Einzelgrundstücke solle gefördert werden. «Eine verdichtete Bauweise kommt entlang der Kantonsstrassen infrage.» Mitten im Dorf kann sich der Gemeinderat eine massvolle Entwicklung von neuem Bauland für den Bau von qualitativ hochstehenden Mehrfamilienhäusern vorstellen. Trotz Wachstum soll der historische Hintergrund des Dorfkerns auch in Zukunft spürbar sein. «Im Rahmen der Nutzungsplanung muss diskutiert werden, wie man künftig mit Ersatz- und Ergänzungsbauten umgehen will.»

Die bestehenden Fusswege sollen mit möglichst kurzen Querverbindungen optimiert werden. Die Gemeinde möchte zudem, dass sie an den Fahrradstreifen Hinteres Riedholz–Riedholz angebunden würde. Generell soll bei der Umgestaltung von Strassenräumen auf die sichere Führung des Veloverkehrs geachtet werden. Zur Diskussion steht auch die Busführung durch das Dorf, die mittelfristig überprüft werden soll.

Zukunft sichern

In Hubersdorf gibt es noch vier Landwirtschaftbetriebe. Deren Entwicklung soll mit dem Räumlichen Leitbild sichergestellt werden. Die Betriebe liegen geografisch gesehen ideal am Siedlungsrand oder ausserhalb der Siedlung. «Aussiedlungen sollten vermieden werden.»

In der anschliessenden Diskussion der 15 Anwesenden wurde vor allem über den allfälligen Bau der Mehrfamilienhäuser diskutiert. Der Befürchtung, dass Hochhäuser im Dorf aufgestellt werden könnten, wurden vonseiten der Behörden widersprochen.

Es würden maximal zwei oder drei Geschosse zugelassen. Auch die Günsbergstrasse wurde zum Thema. Beruhigungsmassnahmen seien im Rahmen des kantonalen Strassenbauprogramms vorgesehen. «Wir sind im Gespräch mit dem Amt für Verkehr und Tiefbau», so Gregor Schneiter.

Eingaben zur Mitwirkung bis zum 21. September schriftlich an die Gemeindeverwaltung in Hubersdorf.