Der Gemeinderat Derendingen hat neue Unterstützungsrichtlinien für den Verein KitaHausViva erarbeitet und genehmigt. Dass die Institution weiter unterstützt werden soll, war unbestritten. Die privat geführte Kindertagesstätte (Kita) wird bereits seit dem Jahr 2005 unterstützt. Bisher zahlte die Gemeinde einen Betrag von 25 875 Franken.

Im Gegenzug musste sich die Kita dazu verpflichten, mindestens fünf Kindern aus Derendingen einen Platz anzubieten. Im Jahr 2008 zügelte die Kita und hat ihr Angebot seither stetig ausgebaut. Per Ende März 2017 besuchten 53 Kinder im Vorschulalter und 16 Babys das KitaHausViva, aufgeteilt auf die 27 bewilligten Tagesplätze. 15 dieser Plätze werden zurzeit von Kindern aus Derendingen belegt.

Gleichbehandlung beschlossen

Im Sommer wurden die schulergänzenden Strukturen des Vereins Kidz Derendingen eröffnet. Einige Kinder, die vorher die Kita besuchten, haben jetzt zu diesem Angebot gewechselt. Gleichzeitig können die freien Plätze nicht mehr gleich gut belegt werden, weil auch in den Nachbargemeinden Kindertagesstätten eröffnet wurden, die nicht ausgelastet sind. Der Verein KitaHausViva hat entschieden, die Tarife nicht zu erhöhen, um Mehreinnahmen zu generieren, da dies voraussichtlich die Kündigung von Betreuungseinheiten zur Folge hätte. Dafür suchte man das Gespräch mit der Gemeinde und bat darum, den jährlich festzulegenden Unterstützungsbeitrag anzupassen und Unterstützungsrichtlinien auszuarbeiten, an die der Beitrag der Gemeinde gekoppelt wird. Ab 2018 erhöht sich der Beitrag neu auf 89 240 Franken.

Mit dem Gemeindebeitrag werden 27 Plätze für die familienergänzende Betreuung (Vorschule) in der Kita subventioniert. Der Verein Kidz erhält rund 90 000 Franken für 24 Plätze in der schulergänzenden Betreuung. Die beiden Institutionen würden sich ergänzen und das ganze Spektrum der familienergänzenden Tagesbetreuung von Kindern in Derendingen abdecken. Die Gleichbehandlung erschien dem Gemeinderat als gerechtfertigt.

Individuell geregelt

Derendingen übernimmt die Begrüssung und Integration von ausländischen Neuankömmlingen (Startpunkt. integration) auch für die Gemeinden, die dem Sozialkreis Wasseramt Ost angeschlossen sind. Subingen, Deitingen, Etziken, Hüniken und Bolken haben ihr Interesse angemeldet und erhalten nun einen Vertrag. Laut Gemeindepräsident Kuno Tschumi wird ein individueller Vertrag mit jeder Gemeinde abgeschlossen. Die Gespräche mit den Neuzuzügern sollen in der jeweiligen Gemeinde durchgeführt werden. Derendingen erhält dafür den sogenannten Sockelbeitrag. Sollten weitere Gespräche oder Abklärungen nötig sein, dann würde dies nach Stundenansatz in Rechnung gestellt.

Als Integrationsbeauftragter agiert Albert Weibel, der bereits das Gemeindepersonal schult. Weibel wird die Arbeit nur ad interim ausführen. Zurzeit läuft das Auswahlverfahren für die Integrationsbeauftragte. 59 Personen haben sich auf die Stellenausschreibung gemeldet, so Tschumi auf Anfrage.

Weiter hat der Gemeinderat den Besuch des Feuerwehr-Offizierskurses für Michael Lanz genehmigt. (rm)