Oekingen
Martina Strähl setzt für Rio auf die 10'000-Meter-Distanz

Ende Februar startet die erfolgreiche Läuferin ihre Saison und hofft auf eine Olympiaqualifikation – nicht im Marathon sondern auf der 10'000 Meter Distanz. Auch vom Kanton erhält sie Unterstützung.

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Hofft auch in dieser Saison jubeln zu dürfen: Martina Strähl

Hofft auch in dieser Saison jubeln zu dürfen: Martina Strähl

alphafoto.com

Am Samstag, 4. Juli 2015, konnte die dreifache Berglauf-Europa-Meisterin Martina Strähl (28) aus Oekingen ihren bisher grössten Triumph in Zermatt feiern. Sie gewann am Fuss des Matterhorns den Weltmeistertitel bei der ersten Berglauf-Langdistanz-Weltmeisterschaft über die Marathondistanz von 42,195 km. Dazu gewann die Heilpädagogin aus dem Wasseramt mit dem Team den Weltmeistertitel im Nationenranking.

Die bisher erfolgreichste Saison schloss Martina Strähl mit dem Sieg am Zürcher Silvesterlauf ab. Nach einer Analyse mit ihrem Trainer Fritz Häni, dem früheren Waffenläufer, gab Martina Strähl nun ihre Saisonplanung für die Olympiasaison 2016 bekannt. Sie will in Rio de Janeiro an den Olympischen Spielen dabei sein. «Schliesslich steht Olympia ja nur alle vier Jahre auf dem Programm.»

Obwohl sie im Herbst am Berlin Marathon ihre persönliche Bestzeit auf 2:36:59 Stunden verbessern konnte, probiere sie es über 10 000 Meter auf der Bahn. Möglicherweise wäre die Olympia-Qualifikationszeit von 2:33:00 Stunden in einem schnellen Frühlingsmarathon zu erreichen. «Dies ist aber wegen meiner Arbeitszeiten fast nicht möglich.» Ihre fehle die Unterstützung für den Arbeitsausfall, beispielsweise durch die Sporthilfe.

In St. Gallen über 3000 Meter

In die Saison steigen wird Martina Strähl Ende Februar an der Hallen-Schweizer-Meisterschaft in St. Gallen über 3000 Meter, was für sie eine Premiere ist. «Ich wurde einmal an der Nachwuchs-Meisterschaft in Magglingen, die stets von Biberist aktiv organisiert wird, Dritte über 3000 Meter.» Ihr Start an der 10-Kilometer- Strassenlauf-Meisterschaft in St. Maurice VS am 3. April sei noch fraglich.

Eine Woche später will sie aber in Maia, Portugal, über 10 000 Meter starten und dort die Europameisterschafts-Limite von 33:20 Minuten knacken. Die Olympialimite ist mit 32:15 Minuten zwar viel härter, aber nicht ganz ausgeschlossen, wie sie sagt. Eine weitere Möglichkeit, die beiden Limiten für die Europameisterschaft und für Olympia zu erfüllen, besteht an ihrem 29. Geburtstag, am 7. Mai in Celle (Niedersachsen/DE).

Im Gegensatz zum Marathon, für den die Selektionsfrist für Rio schon am 3. Mai abläuft, hat Martina Strähl über 10 000 Meter bis 7. Juli Zeit, die Olympia-Norm zu erfüllen. In dieser Saison will Martina Strähl übrigens nur ein, zwei Bergläufe in der ersten Saisonhälfte trainingshalber, wie sie betont, bestreiten.

Eine gute Nachricht erreicht Martina Strähl in Sachen Unterstützung vom Kanton. Sie erhält aus dem Sportfonds für ihre Erfolge 2015 einen Beitrag von 6000 Franken. (mdy/uby)

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