Expresslinie für «Biogen»
Mangels Haltestellen in der Nähe: In Attisholz Süd wird die Infrastruktur für eine neue Buslinie vorbereitet

Mit einer Buslinie vom Bahnhof Solothurn zur Attisholzstrasse soll den Mitarbeitern von «Biogen» der Arbeitsweg erleichtert werden.

Urs Byland
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Auf der neuen Attisholzstrasse baut der Kanton eine Bushaltestation in der Nähe von Biogen. Pföstchen markieren den Standort.

Auf der neuen Attisholzstrasse baut der Kanton eine Bushaltestation in der Nähe von Biogen. Pföstchen markieren den Standort.

Solothurner Zeitung

Gleich mehrere Publikation lassen erahnen, dass auf dem Luterbacher Gelände Attisholz bezüglich Verkehr etwas passiert. Die Gemeinde plant eine provisorische Bushaltestelle auf Höhe Nordstrasse 5, «Biogen» wiederum eine Verbindungsstrasse zwischen dem internen Strassenareal und der neuen Attisholzstrasse. Dritter Player ist der Kanton. Er baut eine Bushaltestelle auf der Attisholzstrasse (südlich der neuen Aarestrasse) sowie die Verlängerung der Attisholzstrasse im südlichen Teil bis zur Zuchwilerstrasse.

Wozu das Ganze? Die «Biogen»-Entwicklung verläuft rasant. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem öffentlichen Verkehr Attisholz Süd erreichen wollen, haben keine nahe Haltstelle. Der Weg vom Bahnhof Luterbach ist umständlich und gegen 800 Meter lang, und von der Bushaltestelle beim Kreisel ist es nicht viel weniger weit.

Schon im Frühling sollen erste Busse zirkulieren

Nun plant der Kanton eine sogenannte Expresslinie vom Bahnhof Solothurn zur Attisholzstrasse und wieder zurück. Die Busse werden über die Nordstrasse, wo die Gemeinde eine provisorische Haltestelle errichtet, auf das «Biogen»-Gelände geführt. Dort baut «Biogen» ein paar Meter Verbindungsstrasse von der internen Strasse zur Attisholzstrasse, sodass die Busse zur neuen Haltestelle (Bauherr Kanton) fahren können. Anschliessend sollen die Busse wenden und die gleiche Strecke retour fahren. «Normalerweise führen wir neue Angebote mit dem Fahrplanwechsel ein», erklärt Kjell Kolden, Leiter öffentlicher Verkehr beim Kanton. In diesem Fall übernimmt aber «Biogen» einen Teil der Kosten, was die ganze Sache beschleunige. Die Firma setze sich sehr für den öffentlichen Verkehr ein und will, so «Biogen», die Produktionsanlage besser anbinden.

Ausstehend ist die Genehmigung durch den Regierungsrat. Gibt dieser seine Zustimmung, könnten schon im Frühling die ersten Busse fahren und die Verbindung zwischen Solothurner Hauptbahnhof und Attisholz Süd perfekt machen. Die Buslinie soll allen interessierten Nutzern zur Verfügung stehen, werde aber nicht ganztägig im Takt geführt.

Attisholzstrasse an Zuchwilstrasse anschliessen

Der Kanton baut zudem die südliche Fortsetzung der Attisholzstrasse. Aber nicht ganz bis zur Zuchwilstrasse. Ein direkter Anschluss an die Kantonsstrasse ist nicht möglich, weil der Kreisel zu nahe ist. Hier soll später zwischen der Attisholzstrasse und der westlich gelegenen Firma Menz ein Platz definiert werden mit einer Bushaltestelle für die Tangentialverbindung Gerlafingen–Derendingen–Luterbach- Attisholz ab Dezember 2020 sowie einem Zugang zum Bahnhof Luterbach. Das Endstück der Attisholzstrasse wird definitiv ausgeführt und endet 20 Meter vor dem Fahrradstreifen der Zuchwilstrasse. Ab dort führt im rechten Winkel Richtung Westen eine provisorische, 80 Meter lange Verbindungstrasse zum Firmeneingang Menz, wo der Anschluss auf die Zuchwilstrasse erfolgt. Das Verbindungsstück wird provisorisch ausgeführt, weil die Platzgestaltung noch unklar ist. «Wir sind mit der Planung noch nicht so weit», erklärt Thomas Schwaller, Projektleiter beim Kanton.