«Mangelhaft»
VCS Solothurn reicht zur Nutzungsplanung im Gebiet Attisholz Nord eine Einsprache ein

Für den VCS Solothurn ist das Areal Attisholz Nord laut Nutzungsplanung mangelhaft an den öffentlichen Verkehr und den Veloverkehr angebunden. Der Verband reicht deshalb eine Einsprache ein.

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Ein Anteil des motorisierten Individualverkehrs von 50 Prozent ist laut VCS zu hoch.

Ein Anteil des motorisierten Individualverkehrs von 50 Prozent ist laut VCS zu hoch.

Tom Ulrich / Solothurner Zeitung

In seiner Einsprache begrüsst der VCS zwar, dass sich die ganze Siedlung nach dem Prinzip der 2000-Watt-Gesellschaft richten soll. «Aber mit dem angestrebten Modalsplit – einem Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) von 50 Prozent – ist dieses Ziel jedoch kaum zu erreichen», heisst es in einer Mitteilung.

Der Anteil des ÖV sowie des Fuss- und Veloverkehrs müsse zusammen bei 60-70% liegen. Aus diesem Grund habe der VCS Einsprache eingereicht mit dem Ziel, die Nutzungsplanung in diversen Punkten anzupassen.

Kritik an Anbindung am öv-Netz

Das Attisholz ist nur mit den Güteklassen D2 und E an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. VCS Vorstandsmitglied Heinz Flück kritisiert dies als ungenügend. «Es braucht eine von Beginn an attraktive Anbindung des Planungsgebiets an den öffentlichen Verkehr (ÖV) sowie gute Verbindungen für den Veloverkehr. So fehlen für den Veloverkehr attraktive, direkte und sichere Verbindungen ins lediglich 4 km entfernte Stadtzentrum von Solothurn.»

Sowohl auf der nördlichen, wie auch auf der südlichen Seite der Aare seien diese Verbindungen notwendig, denn nur mit einer optimalen Anbindung mit diesen alternativen Mobilitätsformen könne der geforderte Modalsplit erreicht werden.

Schon die Grünen hatten in der Mitwirkungsphase ein verbessertes Mobilitätskonzept gefordert. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs müsse dereinst deutlich unter 50 Prozent liegen, liess die Partei verlauten. «Dazu braucht es von Anfang an eine gute ÖV-Erschliessung und geeignete, direkte und sichere Veloverbindungen ins Stadtzentrum, sowohl südlich, wie auch nördlich der Aare.» (mgt)