Soll die Gemeinde den Restbetrag einer Maklerrechnung begleichen oder noch zuwarten, weil sich ein Streit abzeichnet? Die Maklerfirma hat die ihr anvertrauten Grundstücke allesamt verkauft.

Dabei konnte sie das Bauland im Durchschnitt zu einem etwas höheren Preis verkaufen, als von der Gemeindeversammlung beschlossen. Einzig offen ist nun noch ein Restbetrag des Honorars für die Maklerfirma.

Gemeindepräsident Manfred Küng warnte aber seine Gemeinderatskollegen. Noch sei wegen der Kosten für die Erschliessungstrasse der vier Grundstücke ein Streit möglich. Die Gemeinde wollte ursprünglich, dass jede Liegenschaft direkt erschlossen wird. Die neuen Eigentümer hätten sich aber auf eine gemeinsame private Erschliessungsstrasse geeinigt, wobei jede Partei einen Viertel an die Strasse zahlen soll.

Nun zeichne sich aber ab, so der Gemeindepräsident, dass eine Partei sich nicht an die Abmachung halten will. «Wir wissen nicht, was auf uns zukommt wegen der Erschliessungsstrasse.» Er schlage deshalb vor, mit der Auszahlung an die Maklerfirma noch zuzuwarten, bis wirklich alles bereinigt ist.

Davon wollten seine drei anwesenden Kollegen aber nichts wissen. «Hat die Maklerfirma ihren Auftrag erfüllt?», wollte Roger Gerber wissen. Thomas Affolter bejahte. Zudem sei mit dem Verkauf ein Plus von 42 560 Franken erzielt worden. Gegen die Stimme von Küng wurde beschlossen, das restliche Honorar auszubezahlen.

Gegen Aggloprogramm 3

Noch läuft die öffentliche Mitwirkung zum Agglomerationsprogramm 3. Der Schwerpunkt liegt beim Langsamverkehr. 13 Massnahmen werden vorgestellt, welche insgesamt mit rund 32,5 Millionen Franken veranschlagt werden. In Kriegstetten ist nichts geplant. Thomas Affolter hat einen Mitwirkungs-Fragebogen provisorisch beantwortet. Darin fordert er den Kanton auf, nicht einseitig den Langsamverkehr zu priorisieren. «Wir haben mit dem motorisierten Verkehr grosse Probleme im Wasseramt», so Affolter.

Insbesondere könne er nicht verstehen, weshalb der geplante Autobahnanschluss Derendingen nur als B-Massnahme eingereiht worden sei. Manfred Küng ergänzte, dass E-Bikes aus seiner Sicht nicht zum Langsamverkehr gehören. «Bisher war der Langsamverkehr definiert, als Verkehr nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer.» Die Mitwirkungsantwort soll nun im Gemeinderat nochmals traktandiert werden.

Nach wie vor steht der Gemeinderat im Clinch mit dem Kanton in Sachen Mehrjahresprogramm Kantonsstrasse 2017 bis 2020. Der Kanton will unter anderem die Kreuzung Gerlafingenstrasse/Hauptstrasse umgestalten. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass ein Kreisel an dieser Stelle nicht funktionieren würde und hat selber Messungen angestellt, welche er dem Kanton vor Ort erklären will.