Prix d’honneur
Magisches Licht der Zauberlaterne soll leuchten

Der Filmpreis der Waserämter Gemeinden wurde am Mitwochnachmittag an Francine Pickel und Vincent Adatte, zwei Mitbegründer der Zauberlaterne, vergeben.

Rahel Meier
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Thomas Fischer, Seraina Rohrer und Christian Frei bei seiner Laudatio
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Verleihung Prix d'Honneur 50. Solothurner Filmtage
Freis erstes Mal, das Dschungelbuch mit Mogli
Die Preisträger Vincent Adatte und Francine Pickel
Christian Frei lobt die Arbeit der Zauberlaterne mit den Kindern
Christian Frei lobt die Arbeit der Zauberlaterne mit den Kindern
Rita Cammisar (Gemeindeschreiberin Oekingen) mit Tochter Geraldine
Bruno Meyer (Gemeindepräsident Etziken), Stefan Hug (Gemeindepräsident Zuchwil) und Felix Marti (Gemeindeschreiber Zuchwil)
Anna, Tiziana und Giulia erklären den Kindern den nachfolgenden Film
Tiziana und Giulia erklären den Kindern den nachfolgenden Film

Thomas Fischer, Seraina Rohrer und Christian Frei bei seiner Laudatio

Tina Dauwalder und Thomas Ulrich

«Erinnern sie sich noch an ihr erstes Mal? Ihr erstes Mal im Kino?». Christian Frei (Schweizer Filmautor und Präsident der Schweizer Filmakademie) weiss es noch genau. Im Alter von acht Jahren durfte er sich «Dschungelbuch» ansehen. Genauso wie Mogli von der Schlange Kaa, war Frei hypnotisiert vom Geschehen auf der Leinwand.

In seiner Laudatio für die Preisgewinner bedauerte er, dass es zu dieser Zeit noch keine Zauberlaterne und keine «blaue Maus» gab, die ihm den Film näherbringen konnten. «In der Zauberlaterne werden die Kinder für das Kino sensibilisiert. Sie entdecken die Freude am Film», so Frei.

Die Zauberlaterne sei in der Zwischenzeit auch ein Exportschlager. Neben den Anlässen in der Schweiz gebe es sie weitere 75 Mal auf der ganzen Welt. Mit den Worten «möge das magische Licht der Zauberlaterne noch lange weiterleuchten», schloss er seine kurze Rede.

Thomas Fischer (Gemeindepräsident Drei Höfe) hatte den Preisträgern zuvor im Namen der Wasserämter Gemeinden für ihre pädagogisch sinnvolle Arbeit gratuliert. Fischer betonte, dass die Filmtage die Unterstützung der Politik und der Regionsgemeinden verdienten. Filmtagedirektorin Seraina Rohrer schliesslich lobte die «grandiose Arbeit über viele Jahre» der beiden Preisträger.

Francine Pickel und Vincent Adatte betraten die Bühne nur kurz und bedankten sich in wenigen Worten. Danach überliessen sie das Feld dem Team, das den nachfolgenden Film für die anwesenden Kinder erklärte, wie es in einer Vorstellung der Zauberlaterne immer geschieht.

Gezeigt wurde «Kindergesichter» von Jacques Feyder, ein Stummfilm, der 1923 in schwarz-weiss gedreht wurde. Der Film zeigt die Ereignisse im Leben eines Zehnjährigen aus der Kindersicht. Im Kino Palace in Solothurn wurde der Film live am Klavier begleitet. Für einmal kamen nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Filmtage-Besucher in den Genuss dieses Zauberlaterne-Klassikers.