Luterbach
Seniorenfahrt als «Geschlossene Gesellschaft»

Am 15. September kann die ältere Luterbacher Bevölkerung zur traditionellen Ausfahrt starten und etwas Normalität geniessen.

Gundi Klemm
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Ebenfalls ein Thema im Gemeinderat: Der Nutzungsplan des Golfplatzes Wylihof.

Ebenfalls ein Thema im Gemeinderat: Der Nutzungsplan des Golfplatzes Wylihof.

Oliver Menge

«Diesen Ausflug sollten wir unseren Seniorinnen und Senioren gönnen. Denn wir dürfen nicht aufhören zu leben», eröffnete Hans Peter Schläfli als Ressortchef Soziales die gemeinderätliche Diskussion zur Seniorenfahrt. Allerdings einzuhalten seien dabei alle Bedingungen. Dies bedeute, dass nur Personen mit einem Coronazertifikat und solche, die sich am Vorabend mit negativem Ergebnis haben testen lassen, teilnehmen können. Dies gelte auch für alle Helfenden und ebenso für die Chauffeure des Busunternehmens. Das Impf-Zertifikat vereinfache den gesamten Ablauf für diese Reise «in geschlossener Gesellschaft».

Ein Ratsmitglied meldete zwar Bedenken an, ob damit nicht eine «Zweiklassengesellschaft» geschaffen werde, weil sich alte Menschen in der Regel mit der Beschaffung eines Zertifikats oder der Organisation des Testtermins nicht gut auskennen. Die Aussprache zeigte jedoch, dass mit Unterstützung dies einfach zu regeln sei.

Ratsmitglied Urs Rutschmann überlegte, Seniorinnen und Senioren, die nicht teilnehmen wollen, ein kleines Geschenk anzubieten. Diese Idee stiess jedoch nicht auf Begeisterung im Rat, der festhielt, dass bei diesem Angebot an die rund 600 Luterbacher Einwohner im Seniorenalter niemand benachteiligt werde. Auf die Maskenpflicht beim Sitzen im Bus wird verzichtet, weil das dauerhafte Tragen für Ältere nicht zumutbar sei, so Schläfli. Stillschweigend erteilte der Gemeinderat dem Vorhaben «grünes Licht».

Kritik an den Bedürfnissen der Wylihof Golf AG

Die Planungs- und Umweltkommission (PUK) sowie die Baukommission (Bauko) haben Stellung genommen zum vorliegenden Kantonalen Nutzungsplan Golfplatz Wylihof. PUK-Chef Jürg Nussbaumer erläuterte Kritikpunkte und vorgeschlagene Änderungen zur Neuauflage
des seit 1993 geltenden Gestaltungsplans. Darin geht es um
öffentliche Fuss- und Radwegrechte durch das Wylihofgelände, die nicht nur nach den Bedürfnissen der Wylihof Golf AG, sondern in Absprache mit den betroffenen Einwohnergemeinden (neben Luterbach auch Deitingen) ausgestaltet werden sollten.

Die gefahrlose Benutzung des Weges entlang des Rütibachs solle durch Zäune sichergestellt werden. Der Schutz von Fliessgewässern mit Uferschutzzone solle auch hier in Abstimmung mit der örtlichen Ortsplanungsrevision erfolgen. Weiter befassen sich die Anregungen um die Erhaltung wertvoller Kultur- und Naturobjekte im Areal, die es zu berücksichtigen gelte. Nicht einverstanden ist man mit der vorgeschlagenen Errichtung von Sichtschutzwällen bis zu einer Höhe von 2,5 Metern entlang der Wohnanlagen Jurastrasse/Blumenweg.

«Diese künstlichen Hügel sind ein zu massiver Eingriff ins Landschaftsbild und sollten nur bis zu einer Höhe von maximal 40 Zentimetern zulässig sein.»

Weiter befasst sich die Baukommission in ihrer Stellungnahme um mögliche Neubauten, die aber auf im Teilzonenplan eingezeichnete Baufelder beschränkt sein müssen.

Die Baukommission erörtert in ihrer Stellungnahme die
Rad- und Wanderwege sowie die Sicherheit der Benutzer bei einer eindeutigen Signalisation vor Ort. «Wir sollten auf
unseren Forderungen beharren», erklärte Urs Rutschmann als Ressortchef Bauwesen. Beide Arbeitspapiere werden an die jeweils zuständigen Fachstellen im Kanton gesandt: ans Raumplanungsamt und ans Justizdepartement.

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