Luterbach
Keine oberirdischen Parkplätze für den Landi-Laden im Luterbacher Bachacker

Der Gemeinderat diskutierte alle Verkehrsvarianten und Gefahrenpunkte, insbesondere für Velofahrer auf Zu- und Ausfahrten.

Gundi Klemm
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Auf der Wiese beim Bachacker wird eine Landi-Filiale gebaut.

Auf der Wiese beim Bachacker wird eine Landi-Filiale gebaut.

Hanspeter Bärtschi

Beim Kreisel nördlich vom Bahnhof Luterbach soll im Gebiet Bachacker-West ein Landi-Verkaufsgebäude mit Laden, Tankstelle, Shop und Wohnungen entstehen. An seiner letzten Sitzung dieser Legislatur diskutierte der Gemeinderat ausführlich alle Verkehrsvarianten und Gefahrenpunkte, insbesondere für Velofahrer auf Zu- und Ausfahrten.
Um das Planungsverfahren zu beschleunigen, hatte sich die Landi nach den Beratungen mit der Planungs- und Umweltkommission (PUK) auch ans Amt für Verkehr und Tiefbau gewandt, das die Erschliessung modifizierte. Sie findet statt einerseits rückwärtig über den Blumenweg für die Ladenkundschaft und Bewohnende, andererseits via Hauptverkehrstrasse Lachen-Rütti zu Tankstelle und Shop.

Der Gemeinderat erklärte nochmals seine Absicht, dass Durchfahrten im Gelände verhindert werden sollten. Gemäss PUK-Präsident Jürg Nussbaum sollen Verkehrsströme dort nicht gemischt werden. Die Frage der Parkplätze löste der Rat, indem die Landi eine Tiefgarage bauen muss. Dem Votum von Hans Peter Schläfli, der sich gegen die Versiegelung des ganzen Areals aussprach, stimmte der Rat einhellig zu: «Da müssen wir die Landi wohl zu ihrem Glück zwingen!» Für Tankstelle und Shop sieht der Rat fünf Parkplätze als realistisch an. Landi-Mitarbeitende und Bewohner parken ebenso wie die Kundschaft in der Tiefgarage, die mit einer grosszügigen Einfahrt versehen werden soll.

Massnahmen wegen steigender Schülerzahl

Schulleiter Michael Vescovi begründete seine Anträge an den Rat, die Bewilligungen von Schulassistenzen und die Pensenerhöhung im Schulsekretariat betrafen. Luterbach kann sich einerseits über den Zuzug von Familien mit Nachwuchs freuen, welche die Schüleranzahl vom letzten Sommer mit 251 auf jetzt 277 Kinder erhöhte. «Aber wir sind bald an der Kapazitätsgrenze», so Vescovi. Andererseits hat das personelle Konsequenzen zur Folge. In den drei Kindergartenklassen werden 72 Kinder unterrichtet. Um nun die Eröffnung einer weiteren Klasse zu verhindern (oder hinauszuschieben), entschied sich der Rat für Schulassistenzen, um die Lehrkräfte dort zu unterstützen.

Betroffen ist auch das Schulsekretariat, das im Pensenumfang um 10 auf 50 Prozent erhöht wird. Hier hinein gehört ebenso der Mietvertrag für das Pfarreiheim, in dem künftig Tagesstrukturen für Kinder und Jugendliche angeboten werden.

Gemeinsame Pflegeorganisation

An einer Informationsveranstaltung waren die Gemeinderäte aus Deitingen, Derendingen und Luterbach über den Stand des Projektes «Gemeinsame Pflegeorganisation» informiert worden. Mit der Zustimmung der drei Gemeindeversammlungen im kommenden Herbst zum notwendigen Budget, das nach einem Schlüssel auf die Gemeinden aufgeteilt wird, soll der Start der neuen Organisation im Frühling 2022 erfolgen. Schon jetzt betreiben Deitingen und Derendingen erfolgreich eine gemeinsame Spitex. Mit einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der Luterbacher Beteiligung zu. Mit dem Hinweis von Gemeindepräsident Michael Ochsenbein auf den Waldgang am 17. September, zu dem die Einwohnergemeinde die Bürgergemeinde einlädt, dankte er allen für die Gemeinde Engagierten und insbesondere dem Gemeinderat. Er hatte die Legislatur mit einer 16-teiligen Geschäftsliste an dieser Sitzung beendet.