Gemeinderat
Luterbach ist eine Million im Plus

Weniger Ausgaben in der Bildung und sozialen Wallfahrt, sowie ein höherer Steuerertrag bei den juristischen Personen führten zu einem Ertragsüberschuss.

Lea Reimann
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Gute Nachrichten aus dem Gemeindehaus: Luterbachs Rechnung ist nicht im Minus.

Gute Nachrichten aus dem Gemeindehaus: Luterbachs Rechnung ist nicht im Minus.

Hanspeter Bärtschi

Bei einem Gesamtaufwand von rund 16 Millionen Franken resultiert in der Rechnung 2015 ein Ertragsüberschuss von rund einer Million Franken. Finanzverwalter Reto Frischknecht erklärte, dass die Bildung und die Soziale Wohlfahrt ausnahmsweise keine grossen Budgetüberschreitungen verursacht hätten. «Im Gegenteil, in beiden Bereichen resultieren gegenüber dem Voranschlag grössere Minderaufwendungen.»

In der Sozialen Wohlfahrt wurden rund 250'000 Franken weniger ausgegeben als budgetiert. Man habe vor allem die Betriebskosten für die Sozialregion Zuchwil/Luterbach bedeutend tiefer halten können, und auch die Beiträge für den kantonalen Lastenausgleich seien tiefer als budgetiert.

Mehraufwendungen gebe es in diesem Bereich hingegen bei den Beiträgen für Ergänzungsleistungen AHV/IV. Bei der Bildung sei ein bedeutender Minderaufwand für den Zweckverband OWO (Oberstufe Wasseramt Ost) sowie für Schulgelder für externe Sonderschulen zu verzeichnen.

Nebst diesen Einsparungen sei vor allem der höhere Steuerertrag bei den juristischen Personen massgeblich für das Resultat der Jahresrechnung verantwortlich. Die Mehreinnahmen bei den Steuern beruhen vor allem auf einer unerwarteten Nachtaxation von rund 480'000 Franken bei einer juristischen Person.

Selbstfinanzierungsgrad bessern

Mit dem Ertragsüberschuss werden zusätzliche Abschreibungen (Verwaltungsvermögen) in der Höhe von 373'000 Franken getätigt. Zudem wird eine Vorfinanzierung von 200'000 Franken für die Revitalisierung der Emme gebildet.

Die restlichen rund 430'000 Franken werden ins Eigenkapital eingelegt. Dieses beträgt somit neu 1,3 Millionen Franken. «Das ist sicher ein schönes Polster für die Zukunft, falls es dann einmal schlechter laufen sollte», so Reto Frischknecht. Die Nettoinvestitionen liegen mit rund 2,9 Millionen Franken rund 700'000 Franken über dem Budget.

Kurt Hediger, Ressortleiter Finanzen, machte abschliessend auf die Kennzahlen aufmerksam und ermahnte, dass man – obwohl man mit der Rechnung zufrieden sein dürfe – vor allem eine Zahl im Auge behalten müsse: den Selbstfinanzierungsgrad. «Unser Selbstfinanzierungsgrad beträgt immer noch bloss 72 Prozent», so Hediger. Damit Fixkosten aus den flüssigen Mittel bezahlt werden können, sollte dieser jedoch bei hundert Prozent oder mehr liegen.

«Was können wir tun, damit wir den Selbstfinanzierungsgrad auf hundert Prozent steigern können?», appellierte er an seine Ratskollegen und unterstrich, dass man vor allem bei Nachtragskrediten sehr diszipliniert sein müsse. Die gesamte Rechnung wurde schliesslich einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung genehmigt.

Im Weiteren gab Gemeinderatsmitglied Martin Joss seine Demission per Ende Juni bekannt. Dieser Schritt falle ihm schwer, doch aufgrund des beruflichen Engagements fehle ihm die Zeit.

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