Gemeindeversammlung

Lüterkofen-Ichertswil mit hohem Eigenkapital: «Wir dürfen jetzt nicht übermütig werden»

Wegen umsichtigem Haushalten verfügt die Gemeinde über ein Eigenkapital von rund 1,8 Mio. Franken. (Symbolbild)

Wegen umsichtigem Haushalten verfügt die Gemeinde über ein Eigenkapital von rund 1,8 Mio. Franken. (Symbolbild)

Lüterkofen-Ichertswil verfügt wieder über ein Eigenkapital von 1,87 Mio. Franken. Deswegen übermütig zu werden sei aber fehl am Platz, wie der Ressortchef betont.

Finanzminister Max Meier präsentierte den 57 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle die Jahresrechnung 2019. Sie zeigt einen Aufwand von 3,98 Mio. und einen Ertragsüberschuss von 283'000 Franken. In sämtlichen Aufgabenbereichen wurden Kosten eingespart. Er betonte, dass durch umsichtiges Haushalten der vor acht Jahren entstandene Bilanzfehlbetrag so weit abgebaut wurde, dass die Gemeinde jetzt wieder über ein Eigenkapital von rund 1,8 Mio. Franken verfügt.

Der Aufbau von Eigenkapital müsse sich fortsetzen, so der Ressortchef, weil ein Polster von 60 Prozent des Jahresaufwandes und damit für die Gemeinde 2.4 Mio. Franken kantonal empfohlen sind. «Wir dürfen also nicht übermütig sein und wollen weiter sparsam sein.» Fremdkapital beansprucht die Gemeinde zurzeit noch im Umfang von 2,7 Mio. und das Finanzvermögen umfasst 3,4 Mio. Franken.
Ebenso einstimmig wie die Jahresrechnung befürworteten die Anwesenden, die vorbildlich mit genügend Abstand in der Halle sassen, auch die Anschaffung einer neuen EDV-Verwaltungslösung.

Das System ist an seine Grenzen gekommen

Die bisherige alte Datenverarbeitung sei längst an ihre Grenzen gelangt, zumal Updates und Supports von Soft- und Hardware aufwendig und teuer seien. Immer dringlicher werde auch das Problem mit der Programmierung der Schnittstellen und mit der Datensicherheit, argumentierten Gemeindepräsident Roger Siegenthaler und Max Meier. Der Gemeinderat schlug deshalb in Übereinstimmung mit der Bürgergemeinde vor, das neue System nicht mehr zu kaufen, sondern bei einem Rechenzentrum zu mieten, das 170 Gemeinden bedient. «Damit haben wir immer die neueste Softwareversion und ein modernes Werkzeug für die Gemeindearbeit.» Starten soll die neue Verwaltungslösung nach der Schulung der Mitarbeitenden zu Jahresbeginn 2021. Für die Einführung sind einmalige Initialkosten von rund 60'000 Franken (Kostendach) fällig. Dazu wird jährlich mit Betriebskosten von 29'000 Franken gerechnet.

Abschliessend gab es mehrere Wortmeldungen aus dem Plenum. Dabei ging es um die Erneuerung der Strassenlampen, die in drei Jahren abgeschlossen sein soll. Klagen, über die auf Quartierstrassen gefahrene Geschwindigkeit, über welche die Messanlage Speedy Auskunft geben soll, und der aus Elternsicht nicht ungefährliche Zugang zum Spielplatz.

Zwei Lüterkofer für sportlichen Erfolge und Verdienste geehrt

Constantin Ruetsch (links) und Urs Derendinger.

Constantin Ruetsch (links) und Urs Derendinger.

Meistgesehen

Artboard 1