Das ist im Handelsregister nachzulesen. Präsident des Verwaltungsrates ist Werner Ballmer, der in den letzten Monaten als Leiter Task Force Raubtierpark neu in Erscheinung getreten ist.

Weiter im Verwaltungsrat sitzen Raubtierparkbesitzer René Strickler sowie Claudia Schwarz. Sie ist Präsidentin des Vereins Jungle World, der den laufenden Betrieb des Raubtierparks durch finanzielle Zuwendungen und persönlichen Einsatz unterstützt. Ausgegeben wurden 200 Namenaktien à 500 Franken. Zum Aktionariat will Werner Ballmer keine Angaben machen.

Der Zweck der Aktiengesellschaft ist weit gefasst. Im Wesentlichen geht es darum, einen Tierpark inklusive aller Geschäfte, die ein solcher Betrieb mit sich bringen kann, zu führen. «Wir haben damit die betrieblichen Aktivitäten zusammengefasst.» Die Betriebsgesellschaft soll die Führung des Raubtierparks von René Strickler sicherstellen, sich mit der langfristigen Sicherung des Standortes sowie mit einer Stellvertretung befassen.

Keine Angaben zu Käufern

«Mit der Gründung der Aktiengesellschaft erfüllen wir im Wesentlichen eine Forderung von potenziellen Käufern des Areals in Subingen», sagt Werner Ballmer. Diese möchten nur mit einer juristischen Person verhandeln und nicht mit mehreren Partner. «Eine Aktiengesellschaft biete diese professionelle und transparente Form.» Zu den Verhandlungen mit den «potenziellen Käufern» könne und dürfe er keine Angaben machen, so Ballmer. «Dies wird strikte gewünscht und ist auch nicht üblich.» 

Im laufenden Bundesgerichts-Verfahren um den Raubtierpark von René Strickler in Subingen bringt die Gründung der Aktiengesellschaft keine wesentliche Änderung. Bis das Gesuch um aufschiebende Wirkung entschieden ist, haben weiterhin alle Vollziehungsvorkehrungen, also allfällige Zwangsräumungen des Raubtierparkes zu
unterbleiben. (uby)

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Juni 2016: Retter des Raubtierparks Subingen trennen sich im Streit

Dem Raubtierparkt von René Strickler steht das Wasser bis zum Hals. Entweder muss der Dompteur das Land kaufen oder den Park räumen. Doch damit nicht genug: Jetzt gibt es Zoff unter den potentiellen Rettern.