Oberdorf
Leitungswechsel im Alters-und Pflegeheim Bellevue

Im Alters- und Pflegeheim Bellevue in Oberdorf geht die lange Ära der Heimleiterfamilie Rey am ersten November endgültig zu Ende. Marie Theres und Jean-Claude Rey geben dann infolge Pensionierung nach 29 Jahren die Heimleitung ab.

Christian Sutter
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Marie Theres Rey (links) gibt auf den ersten November die Heimleitung an Gordona Schmid ab.

Marie Theres Rey (links) gibt auf den ersten November die Heimleitung an Gordona Schmid ab.

Christian Sutter

Sie blicken zurück auf eine Geschichte der Veränderungen und steter Professionalisierung, aber auch auf den Erhalt von festen Werten in 29 Jahren. Zu diesen festen Werten gehören die familiäre Atmosphäre und die persönliche Nähe zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. «Die persönliche Nähe entspricht auch unserem Leitgedanken ‹Altern in Würde und Geborgenheit›», erklärt Marie Theres Rey ihre Philosophie.

Das ganz ursprünglich als Kurhaus betriebene «Bellevue» wurde 1950 von den leberbergischen Bürgergemeinden gekauft, umgebaut und ab 1953 als Altersheim in Betrieb genommen für betagte Mägde und Knechte aus der Region. Mit der Übernahme der Führung durch die Familie Rey 1986 begann definitiv der Prozess zur Umgestaltung in ein modernes Alters- und Pflegeheim, welches heute Platz für 31 Betagte und pflegebedürftige Menschen bietet. Zum Angebot gehören auch Ferienzimmer.

Offenheit und Vernetzung

Das «Bellevue» ist ein offenes Haus, worüber die geografische Abgeschiedenheit manchmal ein wenig hinweg täuscht. Mehrmals im Jahr kommen andere Organisationen punktuell zum Einsatz, um mit den Betagten gezielt Ausflüge zu unternehmen. Zu ihnen gehören die Malteser und der Zivilschutz. Es wird zudem ein Mittagstisch für Angehörige und geladene Gäste angeboten. Diese Offenheit und die geltende Philosophie sollen auch unter der neuen Heimleiterin, Gordona Schmid, weiter gepflegt werden.

Schmid arbeitet bereits seit drei Jahren im «Bellevue» und übernimmt die Gesamtleitung. Als diplomierte Pflegefachfrau, Erwachsenenbildnerin und mit der zusätzlichen Ausbildung zur Institutionsleiterin kennt sie die täglichen Aufgaben in der Pflege und auch die kleinen Sorgen bestens. Das «Bellevue» wird auch ein Ort des Lernens und der Ausbildung bleiben. So werden Ausbildungsplätze angeboten für Rotkreuz-Praktikanten, FaGe (Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit) oder Pflegeassistenz.

Kein Kopfstand

Oft werden infolge von Leitungswechseln viele Abläufe verändert und auf den «Kopf gestellt». Nicht so im «Bellevue». Schmid sagt, dass bereits Veränderungen seit ihrer Pflegedienstleitung stattgefunden haben. Diese standen oft auch in Zusammenhang mit neuen externen Auflagen für die Pflege. «Die Aktivierungstherapie wird von 30 Prozent auf 60 Prozent erhöht», führt Schmid weiter aus.

Darauf angesprochen, was sich in den ersten 90 Tagen ihrer Amtszeit sonst ändern wird, spricht Schmid eine anstehende sanfte Renovation von Räumlichkeiten an. Frei gewordene Zimmer werden neu gestrichen, die Böden teilweise ersetzt und die Gänge und der Saal werden renoviert. Das «Bellevue» soll auch technisch modernisiert werden. So ist auch die Einrichtung eines WLAN-Anschlusses mit erweitertem Internetzugang und die Einführung der elektronischen Pflegedokumentation vorgesehen.

Teamarbeit

Als weiteres zentrales Anliegen nennt Schmid die Stabilisierung des Teams infolge teilweiser Neuanstellungen und die Konsolidierung im Alltag. Dies stehe in direktem Zusammenhang mit der Philosophie der persönlichen Nähe zu den Betagten und der Haltung, dass die Mitarbeitenden der Motor und das Herz der angebotenen Dienstleistungen seien. Somit soll das «Bellevue» einen nahtlosen Übergang zur neuen Leitung erfahren.

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