Die Bibernbachbrücke wird abgerissen und neu gebaut, so entschied der Kanton. Der Gemeinderat möchte die Bauphase nun so schnell wie möglich hinter sich bringen und entschied sich deshalb für die Variante, die rund acht Wochen in Anspruch nehmen wird. Diese Zeit fällt in die Schulferien.

Dann wird der Verkehr durchs Dorf geleitet, an der Mehrzweckhalle und dem Schulhaus vorbei. Um die Lastwagen fernzuhalten, wird ein Fahrverbot für Fahrzeuge von über 3.5 Tonnen gelten.

Der Gemeinderat studierte auch das nächstjährige Budget und nahm die erste Lesung vor. Der Gewinn von rund 250 000 Franken wird dafür verwendet, den Finanzfehlbetrag abzubauen. Bei den Steuern der natürlichen Personen wird ein leichter Anstieg vermutet, sodass mit 100 000 Franken mehr gerechnet wird als im Vorjahr. So rechnet der Rat mit Einnahmen von rund 2,25 Millionen Franken.

Verglichen mit der Jahresrechnung 2015 sind die Ausgaben für die Feuerwehr inzwischen beträchtlich gestiegen: Von 63 538 Franken auf 93 570 Franken. Der Gemeinderat weist deshalb das Budget an die Feuerwehr zurück, da ein solcher Betrag nicht angenommen werden könne.

Die Löhne der Verwaltung werden um zwei Prozent erhöht. «Seit sechs Jahren kam es zu keiner Erhöhung, die Verwaltung macht eine sehr engagierte und gute Arbeit, das soll belohnt werden», so Gemeindepräsident Roger Siegenthaler.

Zunächst standen fünf Prozent zur Debatte, für die Räte zu viel. Urs Affolter plädierte auf ein Prozent. «Auch viele andere machen jährlich Nullrunden und müssen mehr arbeiten. Wir haben hohe Schulden und Grenchen beispielsweise will die Verwaltungslöhne um 0.5 Prozent senken. Wir können einen solchen Anstieg zu so einer Zeit nicht vor der Bevölkerung vertreten.»

Sanierung wegen Asbest

Die Alte Turnhalle muss saniert werden, weil bei ihrem Bau Asbest verwendet wurde, wie Untersuchungen ergaben. Dies wird gesamthaft rund 93 000 Franken kosten. Weiter werden in der Investitionsrechnung bis zu 146 000 Franken für den Verkehr ausgegeben, davon 96 000 Franken als Anteil an die Brückenplatte Bibernbach.

Bei den restlichen 50 000 Franken geht es um die Sanierung an der Hofstrasse und dem Haulitalweg. Der Gemeinderat will sich noch überlegen, ob er das Geld wirklich ausgeben will. Nur Lastwagen würden dort durch fahren, es sei eigentlich seiner Meinung nach Sache der Bürgergemeinde, die Sanierung zu berappen.

In die Investitionsrechnung wird auch die zweite Etappe der Wasserversorgung einbezogen, was rund 300 000 Franken kostet, die dritte Etappe von 100 000 Franken wird auf nächstes Jahr verschoben.

Grünabfuhr vereinfachen

Wie es mit der Grünabfuhr weitergehen soll, könnte vor die Gemeindeversammlung kommen. Definitiv soll dies aber zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Der Gemeinderat ist sich noch nicht im klaren, welchen Standpunkt er schlussendlich vertreten will, dafür möchte er noch einige Zahlen ermitteln.

Grundsätzlich ist es das Ziel, das System der Grünabfuhr zu vereinfachen und die Kostendeckung zu gewährleisten, momentan liegt diese bei nur 50 Prozent. Einerseits wird überlegt, dem Bedürfnis einer wöchentlichen Kehrrichtabfuhr nachzukommen, andererseits den freiwilligen Grüngutspass abzuschaffen und stattdessen das Grüngut zusammen mit dem Kehricht zu verrechnen.

Dabei sollen die jährlichen Kosten pro Einwohner um 60 Franken steigen, auf 240 Franken. «Bei der Müllentsorgung gibt es überall Gewinner und Verlierer», argumentierte Siegenthaler. «Vielleicht profitiert man beim Altglas, weil man sehr viel Glas zu entsorgen hat, dafür profitiert man an anderer Stelle nicht.»

Daniela Ruetsch, Präsidentin der Umweltkommission findet, dass die Bevölkerung zum Kompostieren angeregt werden soll. «Wenn wir die Grünabfuhr künftig so regeln, wird das nicht passieren. Es werden eher Einwohner mit Kompostieren aufhören, wenn sie jetzt auch noch zur Kasse gebeten werden. Ein solches System ist zudem nicht ökologisch.»

In einer Waldparzelle deponierten Unbekannte Müll, darunter Beton und auch Platten aus Beton. Es wird vermutet, dass es sich dabei um den Besitzer des Waldes handelt. Es wird nun der Kontakt zu diesem gesucht, denn per Waldgesetz ist das Deponieren von Müll auch im eigenen Wald nicht gestattet.