Gemeindeversammlung

Langendorf übernimmt Schülerhort und Mittagstisch

Mittagstisch, Schülerhort und Spielgruppe waren bislang privat geführt und durch die Gemeinde subventioniert. (Symbolbild)

Mittagstisch, Schülerhort und Spielgruppe waren bislang privat geführt und durch die Gemeinde subventioniert. (Symbolbild)

Ab dem nächsten Schuljahr führt die Gemeinde Langendorf die Tagesstrukturen inklusive Spielgruppe selbst. Das hat die Gemeindeversammlung entschieden.

Langendorf will sich künftig selbst um die Familienexterne Kinderbetreuung in der Gemeinde kümmern. Das hat die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom Montag einstimmig bestätigt.

Mittagstisch, Schülerhort und Spielgruppe waren bislang privat geführt und durch die Gemeinde subventioniert. «Die Angebote fussten bis jetzt auf dem Engagement einzelner Privatpersonen», erklärte Barbara Obrecht, Ressortleiterin Soziales. «Wenn jemand aufhört oder ausfällt, ist das Angebot schnell gefährdet.» Eine solche Situation drohte der Gemeinde, als Verena Roth, Leiterin der Kinderkrippe Sunneschyn sowie des Schülerhorts, ihren Rücktritt ankündigte. Auch beim Verein Mittagstisch gab es Probleme, immer wieder blieben Vorstandspositionen unbesetzt.

Die Lösung, die eine Arbeitsgruppe seit letztem September erarbeitet hat, ist die Übernahme durch die Gemeinde. Diese setzt eine fünfköpfige Betriebskommission ein, die für die Betreuungsangebote zuständig ist. Die Eingliederung, die für die Gemeinde rund 25000 Franken Mehrkosten pro Jahr verursacht, soll das Angebot sichern und Synergien bei der Betreuung ermöglichen. Die neuen Tagesstrukturen sollen im Juli 2020 starten, man will nun für Mitarbeitende rasch Klarheit schaffen und neue Stellen ausschreiben. Bis auf weiteres wird die Gemeinde zudem die Liegenschaft des heutigen Schülerhortes mieten.

Die Gemeindeversammlung genehmigte auch die Leistungsvereinbarung mit dem Alten Spital, das künftig die Langendorfer Jugendarbeit übernimmt. Jugendarbeiterin Jelena Cvijetic wird ihre Arbeit mit neuen Arbeitgeber weiterführen.

Das Budget 2020 ist mit einem Ertragsüberschuss von 99'600 Franken zwar positiv, zum Schuldenabbau wären jedoch 400'000 nötig gewesen. Ursache ist die Schulraumerweiterung, die zurzeit im Gange ist. Der Bau laufe nach Plan, informierte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger. «Wir sind guter Dinge, dass wir das Projekt im Kreditrahmen abschliessen können.» (agl)

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