Gemeinderat
Langendorf überprüft die Verwaltungsstrukturen

Um die Arbeitsbelastung der Verwaltung zu reduzieren, beauftragt der Langendörfer Gemeinderat eine externe Firma. Diese Überprüfung soll neue Ideen liefern.

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Was funktioniert und was nicht auf der Gemeindeverwaltung?

Was funktioniert und was nicht auf der Gemeindeverwaltung?

Oliver Menge

Die letzte Gemeinderatsitzung dieses Jahres bezeichnet Gemeindepräsident Hans-Peter Berger als gemütlich. Nach nur eineinhalb Stunden waren die zehn Traktanden besprochen. Normalerweise sei die Traktandenliste und dementsprechend die Sitzung um einiges länger.

Besprochen wurde unter anderem die Überlastung der Gemeindeverwaltung. «Seit ich 2001 als Gemeindepräsident angefangen habe, sind die Stellenprozente gleichgeblieben», erklärt Berger.

Die Arbeitsbelastung habe sich hingegen in den letzten zwei Jahrzehnten massiv geändert. Insbesondere im Arbeitsgebiet AHV-Zweigstelle, Arbeits- und Bestattungsamt gibt es mehr Arbeit. Auf diese Entwicklung wurde schon im Frühjahr reagiert und das Pensum um 10 Prozent erhöht.

Viele Arbeitsbereiche sind überlastet

Auch die Arbeitsbelastung des Gemeindeverwalters, der Gemeindeschreiber und Finanzverwalter gleichzeitig ist und dazu noch die Löhne der 120 Lehrpersonen unter sich hat, ist zu hoch, erklärt Berger. Und zu guter Letzt hat der Bauverwalter, der 80 Prozent arbeitet, zu viele Aufgaben unter sich. «Ich bin überzeugt, dass gewisse administrative Arbeiten, die er noch macht, jemand anderes übernehmen könnte», sagt Hans-Peter Berger.

Um das Problem der zu hohen Arbeitsbelastung zu lösen, hat der Gemeinderat entschieden, dass ein externes Büro die Verwaltungsstrukturen überprüfen soll. «Mit der Zeit wird man fast betriebsblind und durch die externe Überprüfung bekommt man neue Ideen», ist Berger überzeugt. Mit dem Mandat wurde die BDO Visura AG betraut. Der Gemeinderat bewilligte dazu einen Nachtragskredit mit einem Kostendach von 22'000 Franken.

Umzug online melden

In der gleichen Sitzung hat der Gemeinderat auch das Einverständnis für den eUmzug gegeben. Das heisst, dass ab Mitte Januar bei einem Weg-, Zu- und Umzug der Behördengang auf die Gemeinde überflüssig wird. Ein Umzug kann online gemeldet werden. eUmzug gibt es bereits in den meisten Solothurner Gemeinden und der Ausbau wird vom Kanton weiter vorangetrieben.

Die Gemeinde Langendorf muss dafür 800 Franken und jährliche Gebühren von 1100 Franken bezahlen. Die Projektkosten von 50'000 Franken und die jährlich wiederkommenden Betriebskosten von 21'000 Franken werden vom Kanton Solothurn übernommen. (jfr)