Auf Ende dieses Jahres läuft der mit der AEK geschlossene Vertrag für den Betrieb des elektrischen Netzes in Langendorf aus. Die Elektrakommission, vertreten durch Daniel Odermatt und Tom Anderegg als Ressortleiter, zeigte in der «Angebotsanfrage zur Netzpacht» im Gemeinderat die Rahmenbedingungen zur Neuvergabe und die Bewertungskriterien für künftige Anbieter auf. Ausgearbeitet wurde dieses Dokument in Zusammenarbeit mit lokalen Ingenieurbüro Schnyder.

13 Energieversorger aus dem regionalen Umfeld werden direkt mit diesen Bewerbungsunterlagen bedient, und 150 weitere Unternehmen, die ebenso infrage kämen, werden über die vorgesehene Neuvergabe informiert. Das gesamte Netz wird weiterhin im Besitz der Einwohnergemeinde bleiben. Auch die Strassenbeleuchtung wird nicht neu vergeben. Die Angebote, die spätestens bis zum 29. März vorliegen sollen, werden anschliessend bewertet. Die Gemeindeversammlung wird im Juni zum Vergabeentscheid, den der Gemeinderat im Mai trifft, Stellung nehmen.

Sofern die Netzpacht ab 2020 auf dieses Datum hin noch nicht gesichert ist, wird Langendorf dank öffentlicher «Versorgungspflicht» am Jahresende strommässig nicht auf dem Trockenen sitzen. Stimmen im Rat beurteilten den Terminplan als «sehr sportlich».

Kein Extrazügli

Auf Antrag der Elektrakommission, die in die Vorbereitung der Netzverpachtung viel Sitzungszeit investiert, lag dem Gemeinderat ihr Vorschlag zur Anhebung der Kommissions-Entschädigungen auf dem Tisch. Nach ausführlicher Aussprache bekräftigte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger, dass – wenn überhaupt – alle Kommissionen gleich behandelt werden müssten.

Denn auch in anderen Bereichen seien überlange Sitzungen immer wieder unvermeidbar. Gemeindevizepräsident Daniel Hürlimann und Iwan Flury verwiesen auf die Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) der Gemeinde, gemäss der zusätzlicher «Sonderaufwand» definiert und vergütet werden könne.

Deshalb entschied sich der Rat bei je 1 Enthaltung und 1 Gegenstimme diesen Antrag abzulehnen, weil angesichts des grossen Engagements in allen Kommissionen kein «Extrazügli» für eine Gruppe von Behördenmitgliedern gefahren werden solle. Die Verwaltung erhielt allerdings den Auftrag, die Honorarsituation in den umliegenden Gemeinden mit Langendorf zu vergleichen.

«Dialog» ist das falsche Wort

Die Post hat den Gemeinderat schon mehrfach über ihre Absicht informiert, die Postfiliale in Langendorf zu schliessen. An der letzten Ratssitzung im Januar konkretisierten Postvertreter ihren Vorschlag dahingehend, dass die Filiale künftig im ersten Stock des Migros-Shoppingcenters «Ladedorf Langendorf» als Postagentur angesiedelt sein soll.

In der Aussprache nahmen die Ratsmitglieder Anstoss am Wort «Dialog», den die Post als stattgefunden gerne schriftlich bestätigt hätte. «Wir wurden zwar freundlich und bestimmt, aber ohne echten Dialog über die beabsichtigte Lösung, in Kenntnis gesetzt», bezeichneten Ratssprecher das Stimmungsbild.

In wieweit die Post zuvor angeregte Alternativen wie beispielsweise die vom Gewerbe bevorzugte Angliederung der Postagentur ans Coop weiterverfolgt habe, sei nicht bekannt. Der Gemeinderat verabschiedete einstimmig einen «8-Punkte-Antrag», der Qualität und Dienstleistungen der künftigen Postagentur festhält. Darin ist unter anderem zu lesen, dass der Gemeinderat den Erhalt der Postfächer vor allem fürs Gewerbe und bauliche Massnahmen im Agenturbereich erwartet, die der Diskretion der Postkundschaft dienen. Zu wünschen wäre gemäss Einzelvotum, dass Kurzzeit-Parkplätze für Postkunden neben dem Konzertsaal eingerichtet würden, damit das zeitraubende «Parkingmanöver» entfällt.

Zusätzlicher Hydrant

Im Rahmen der Umbauten zur Erweiterung des Schulhauses M wird ein neuer Hydrant westlich der Anlage aufgrund der Sicherheitsrichtlinien der Solothurnischen Gebäudeversicherung installiert. Dies allerdings darf als Zuleitung kein «toter Ast» sein und bedingt eine mit Frischwasser pulsierende Schlaufe. Statt den von der Gemeindeversammlung schon gebilligten 82'000 Franken beläuft sich der Kredit auf 51'000 Franken. Der Gemeindepräsident berichtete, dass keinerlei Einsprachen gegen das geplante Verkehrsregime rund um die Schulhäuser während der Bauphase eingetroffen seien.