Langendorf
Auf Schallplatten folgt ein Laden mit Kinderkleider: Das Dorf hat jetzt eine «StöberEgge»

In Langendorf öffnete die neue Kinderkleiderbörse. Hinter der «StöberEgge» steckt die 33-jährige Martina Barbieri.

Lucilia Mendes von Däniken
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Martina Barbieri hat in Langendorf eine Kinderkleiderbörse eröffnet.

Martina Barbieri hat in Langendorf eine Kinderkleiderbörse eröffnet.

Michel Lüthi

Eigentlich ist Martina Barbieri Kundenbetreuerin bei einer Versicherung. Doch seit sie Mutter ist, spukt in ihrem Kopf eine Idee herum, die sie nicht mehr losgelassen hat. «Mein Sohn ist nun fünf Jahre alt – und in diesen fünf Jahren hat sich so viel Material angesammelt: Kleider stapeln sich und viel Babyspielzeug und Kleinkinderbücher interessieren ihn nun auch nicht mehr.» Wohin mit all den Sachen? Das hat sie sich immer wieder gefragt. Manchmal gibt sie etwas an Freundinnen weiter, stark gebrauchte Kleider landen in der Kleidersammlung und doch wuchs mit der Zeit der Gedanke «eine Kinderkleiderbörse wäre was!»

Für die 33 Jährige war von Anfang an klar, dass sie das nur als Nebenerwerb und somit als Ausgleich zum bestehenden Job ausüben möchte. Auf der Suche nach einem geeigneten Lokal wurde Barbieri an der Weissensteinstrasse 22 in Langendorf fündig.

Wo bis vor ein paar Monaten noch Schallplatten über die Theke gereicht wurden, werden seit Samstag im «Stöber Egge» nun Kinderkleider und Spielwaren verkauft. Das Meiste ist Secondhand, aber es hat auch Neuware – und das Angebot reicht von Grösse 50 bis 152. Hinzukommen Babygeschenke, die sie selber macht: Windeltorten, Nuggiketten oder auch Geburtsschilder.

Verleih als der nächste Schritt?

«Während wir den Laden einrichteten, schauten immer wieder Dorfbewohner durchs Schaufenster – und nach und nach kamen dann auch die ersten Kundinnen mit ihren ausgemusterten Waren», erzählt die neue Ladenbesitzerin. Martina Barbieri nimmt die Ware entgegen, sichtet sie und entscheidet, ob diese geeignet ist für den Laden oder an eine Hilfsorganisation weitergereicht wird. 40 Prozent des Erlöses gehen dann jeweils an die Kundin. Barbieri hat auch schon weitere Pläne, die sie aber erst nach einer gewissen Anlaufzeit weiterverfolgen will.

Eine Idee wäre, gewisse Winterartikel nicht nur zu verkaufen, sondern diese auch zur Miete anzubieten. Dasselbe könnte sie sich für Kinder-Fasnachtskostüme vorstellen. Aber jetzt will sie mal sanft starten. Vorläufig hat der Laden Montag- und Mittwochvormittag sowie jeden letzten Samstag im Monat geöffnet.