Jahresabschluss
Landstück sichert Zukunft der Spar- und Leihkasse Bucheggberg in Lüterswil

Die Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG präsentiert ihren Jahresabschluss 2019 und spricht von Weichenstellung für die Zukunft. Auf dem Landstück könnte die Bank einen Neubau realisieren.

Urs Byland
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Der Hauptsitz der Spar- und Leihkasse Bucheggberg in Lüterswil.

Der Hauptsitz der Spar- und Leihkasse Bucheggberg in Lüterswil.

Solothurner Zeitung

Die Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG hat die Weichen für ihre Zukunft gestellt. Diesen Januar hat sie ein Kaufrecht für eine Baulandparzelle in Lüterswil abgeschlossen, wie sie in der Mitteilung zum Jahresabschluss schreibt. Dies ermögliche es der Bank auch auf lange Sicht am Firmensitz am Standort Lüterswil festhalten zu können. Das interessiert insbesondere die Lüterswiler, ist die Bank doch ein zuverlässiger und guter Steuerzahler.

«Lüterswil ist für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Wunschstandort», erklärt dazu Daniel Sommer, Mitglied der Geschäftsleitung. In den vergangenen Monaten seien bankintern diverse Gespräche geführt worden zur Zukunft des Bankenstandortes. Soll der aktuelle Standort erweitert werden oder «wollen wir eine zukunftsweisende und kosteneffizientere Lösung mit einem Neubau?», so Sommer. Den Grund für eine Veränderung beschreibt die Bank in ihrer Mitteilung zum Jahresabschluss wie folgt: «Moderne und zeitgemässe Räumlichkeiten sind die Grundlage effizienter Arbeitsprozesse und attraktiver Arbeitsbedingungen, was für die Zukunft entscheidende Erfolgspositionen sind.»

Landstück gefunden und positiver Jahresabschluss

Bankenintern bevorzuge man einen Neubau, so Sommer, aber dazu musste auch ein preislich akzeptables Landstück in Lüterswil oder, falls nicht dort, andernorts gefunden werden. Dies sei nun in Lüterswil der Fall. Die Bank könnte dort bleiben, wenn sie sich für einen Neubau entscheiden sollte.

Im Jahresabschluss 2019 schreibt die Spar- und Leihkasse von einer sehr erfreulichen Entwicklung. Die Bilanzsumme betrug per Ende des Berichtsjahres 678,9 Mio. Franken. Sie erhöhte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 51,3 Mio. Franken (plus 8,2 Prozent). Die Hypothekarforderungen konnten um 29,3 Mio. Franken (plus 5,8 Prozent) auf 538,1 Mio. Franken gesteigert werden. Die Forderungen gegenüber Kunden erhöhten sich um 6,0 Mio. Franken auf 32,1 Mio. Franken (plus 22,9 Prozent).

Auf der anderen Seite verzeichneten auch die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen ein starkes Wachstum von 39,2 Mio. Franken (plus 9,3 Prozent). Aufgrund der nach wie vor sehr tiefen Zinsen ergab sich bei den Kassenobligationen ein Rückgang von 2,9 Mio. Franken (minus 5,1 Prozent). Die gesamten Kundengelder erhöhten sich um 36,4 Mio. auf 513,0 Mio. Franken (plus 7,6 Prozent).

Der Wettbewerb im Finanzgeschäft werde sich weiter verschärfen. Deshalb seien die Rücklagen erhöht worden. Mit 1,8 Mio. Franken wurden den Reserven für allgemeine Bankrisiken mehr zugewiesen als im Vorjahr (1,5 Mio.). Zudem wurden 2 Mio. Franken nicht mehr benötigte Rückstellungen in die Reserven für allgemeine Bankrisiken überführt. Diese erhöhten sich somit gesamthaft um 3,8 Mio. Franken. Der Generalversammlung wird zudem unverändert eine Zuweisung aus dem Gewinn von 550000 Franken an die freiwilligen Gewinnreserven beantragt.

Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft hat sich mit 7,9 Mio. um 224206 Franken (plus 2,9 Prozent) verbessert. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich um 53845 Franken auf das Rekordniveau 956244 Franken. Der Personalaufwand reduzierte sich um 105804 Franken (minus 3,6 Prozent). Der Sachaufwand lag um 72434 Franken (plus 3,7 Prozent) über dem Vorjahreswert. Daraus resultiert eine leichte Abnahme des Geschäftsaufwandes um 33370 Franken (minus 0,7 Prozent).

Kräftige Zunahme beim Gewinn

Dank der erfreulichen Entwicklung im Kerngeschäft, so die Bank in ihrer Mitteilung, sowie einmaliger Veräusserungserfolge aus den Finanzanlagen fiel der Geschäftserfolg im Vergleich zum Vorjahr um 349906 Franken (plus 10,6 Prozent) deutlich höher aus und betrug 3,7 Mio. Franken. Der Jahresgewinn erhöhte sich um 57076 (plus 5,6 Prozent) auf 1071346 Franken. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen von dieser Entwicklung profitieren, schreibt die Bank weiter. Der Verwaltungsrat beantrage daher der Generalversammlung vom 21. März 2020 eine Erhöhung der Dividende von 75 auf 80 Franken pro Namenaktie.

Unverändert starke Eigenkapitalbasis

Die ausgewiesenen Eigenmittel stiegen unter Berücksichtigung der beantragten Gewinnverwendung auf 61,0 Mio. Franken (Vorjahr 57,3 Mio. Franken). Die gesetzlich geforderten Eigenmittel von 26,0 Mio. Franken werden damit deutlich übertroffen. Die Eigenkapitalquote betrug hohe 18,8 Prozent (Vorjahr 18,6 Prozent).

An der kommenden Generalversammlung wird sich Ernst Moser, Messen, nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung stellen. Als sein Ersatz wird an der Generalversammlung Christian Bernhard, Solothurn, zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.