Subingen
Landschaft soll trotz Umnutzungen erhalten bleiben

Zurzeit sind gleich zwei Änderungen am Gesamtplan der Gemeinde Subingen aufgelegt. Betroffen sind die Inkwilerstrasse und das Schlösschen Vigier.

Rahel Meier
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Der Gemeinderat bevorzugt die Parzelle nördlich der Inkwilerstrasse für den Aktiv- und Bewegungsstall.

Der Gemeinderat bevorzugt die Parzelle nördlich der Inkwilerstrasse für den Aktiv- und Bewegungsstall.

Hanspeter Bärtschi

In Subingen liegen gleich zwei Änderungen am Gesamtplan auf. Der eine betrifft eine Parzelle an der Inkwilerstrasse. Am östlichen Rand der Gemeinde soll ein Aktiv- und Bewegungsstall für Pferde realisiert werden. Die Anlage würde mit höchstens 17 Pensionspferden belegt. Im Gemeinderat wurde das Projekt bereits vor rund einem Jahr vorgestellt und positiv aufgenommen.

Die Grundeigentümer und auch der Gemeinderat bevorzugen für die Umsetzung des Projektes die Parzelle (GB Nr. 2284), die südlich der Inkwilerstrasse liegt. Dies hat mehrere Gründe. Heute dient das Grundstück als Weide für Aufzuchtrinder. Die Parzelle kann durch ihre topografischen Gegebenheiten nicht mit Maschinen bewirtschaftet werden. Zudem könnte das Gebäude an der Inkwilerstrasse 34 für die Bedürfnisse der Pferdehalter umgenutzt werden. Nötig ist eine Sattelkammer mit Garderobe, Aufenthaltsraum und sanitären Anlagen.

Weil sich das Grundstück in einer Muldenlage befindet, würde der Neubau weniger auffallen. Bei dieser Variante muss aber in die kommunale Landschaftschutzzone eingegriffen werden. Die Fachstelle für Heimatschutz würde die Parzelle GB Nr. 2283, nördlich der Inkwilerstrasse, bevorzugen. Der Stall würde so neben die bestehenden Ökonomiegebäude an der Inkwilerstrasse 11, 11b und 11c zu liegen kommen. Ausserdem ist dort keine kommunale Landschaftsschutzzone.

Der Gemeinderat unterstützt das Projekt Aktiv- und Bewegungsstall für Pferde. Er bevorzugt den Standort nördlich der Inkwilerstrasse. Mit der Umnutzung sei auch die Erhaltung der bestehenden Hostet sichergestellt. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat die Aufhebung der Landschaftsschutzzone und eine teilweise Kompensation auf dem Grundstück südlich der Strasse.

Flächengleicher Abtausch

Die zweite Änderung betrifft die Spezialzone Schloss, die für die Umgebung des Schlosses von Vigier und die angrenzende Landwirtschaftszone gilt. Diese Spezialzone wurde im Jahr 2013 bewilligt, weil eine Privatperson das Schlösschen kaufen wollte. Mit der Spezialzone stellte man sicher, dass die Flächen weiterhin in der Landwirtschaftszone verbleiben, und der Verkauf der Parzelle trotzdem möglich wurde. In der Zwischenzeit wurde das Schloss umgebaut und auch an der Umgebung wurde einiges gemacht. Westlich vom Hauptgebäude liegt ein unterirdischer Sauberwassertank, welcher sich heute in der Landwirtschaftszone befindet.

Da dieses Retensionsbecken der Entwässerung der Gebäude dient, soll die Fläche in die Spezialzone Schloss umgezont werden. Die Fläche, die der Spezialzone zugeschlagen werden soll, beläuft sich auf 68,85 Quadratmeter. Zur Kompensation soll an der nord-östlichen Grenze der Spezialzone ein flächenmässig identischer Teil neu in die Landwirtschaftszone umgezont werden. Der Gemeinderat hatte die Anpassung der Schlosszone als sinnvoll erachtet. Für die Entwässerung der Parzelle und das Abwassernetz der Gemeinde sei der Einbau des Retensionsbecken zu begrüssen.

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