Bellach

Lärmschutz wird nach Kritik verbessert

Aufgrund einer Einsprache wird nun eine Lärmschutzwand realisiert. (Symbolbild)

Aufgrund einer Einsprache wird nun eine Lärmschutzwand realisiert. (Symbolbild)

Die Einsprache gegen das Lärmsanierungsprojekt für die Lommiswiler- und die Franziskanerstrasse wurde vom Regierungsrat teilweise gutgeheissen.

Drei Parteien reichten Einsprache gegen das Lärmsanierungsprojekt (LSP) für die Lommiswiler- und die Franziskanerstrasse ein. Diese wurden vom Regierungsrat teilweise gutgeheissen.

Die erste Einsprachepartei verlangte, dass der Erleichterungsantrag betreffend ihrer Liegenschaft aufzuheben und die im Bericht zum LSP ausgewiesene Lärmschutzwand zu realisieren sei. Die Lärmschutz-Verordnung des Bundes sagt aus, dass Massnahmen nicht ausgeführt werden müssen, wenn überwiegende Interessen, namentlich des Ortsbildschutzes, der Sanierung entgegenstehen. Gemäss Stellungnahme der Gemeinde Bellach ist dies bei dieser Liegenschaft der Fall, weshalb sich die Gemeinde abschlägig äusserte. Auch das Amt für Raumplanung hatte eine kritische Haltung. Aufgrund der Einsprache kam die Gemeinde Bellach auf den Antrag zurück und entschied nachträglich, dem Bau einer Lärmschutzwand zuzustimmen. Der Ausgestaltung und der Materialwahl sei grosse Beachtung beizumessen, so die Gemeinde klar. Nach diesem Entscheid wurde die Einsprache auch vom Regierungsrat gutgeheissen und der Bau der Lärmschutzwand wird in die Mehrjahresplanung 2019 bis 2022 des kantonalen Amtes für Verkehr und Tiefbau (AVT) aufgenommen.

Flüsterbelag weiterziehen

Auch die zweite Einsprachepartei wollte, dass der Erleichterungsantrag gestrichen und die Belagssanierung der Lommiswilerstrasse mit schallhemmendem Flüsterbelag nicht bei der Einmündung Forstweg abgebrochen, sondern bis zur Bus-Wendeschleife im Hubel weitergeführt wird. Nachfragen ergaben, dass im genannten Strassenabschnitt bereits im Jahr 2006 ein lärmdämmender Belag eingebaut wurde, der als intakt beurteilt wird. Weil dessen Lärmdämmung aber schwächer ist, als bei der neuen Belagsgeneration, hat sich das AVT damit einverstanden erklärt, den neuen Belag weiterzuziehen. Damit werden die Wünsche der Einsprecherin erfüllt. Diese hatte sich auch noch gewünscht, dass die Signalisationen im Projektperimeter verbessert werden. Da dies nicht Gegenstand des LSP ist, wurde auf diesen Teil der Einsprache nicht eingetreten.

Die dritte Einsprachepartei verlangte ebenfalls die Aufhebung von Erleichterungsanträge. Da bei den betroffenen Liegenschaften aber auch nach dem Einbau des lärmdämmenden Belags die Grenzwerte überschritten werden, wurde die Einsprache abgewiesen.

Noch dieses Jahr sollte auf der Lommiswilerstrasse, Abschnitt Einmündungen Franziskanerstrasse bis Forstweg, ein lärmdämmender Belag eingebaut werden. Auf der Franziskanerstrasse ist der Belagsersatz im Jahr 2035 vorgesehen. Nach der Sanierung werden die Immissionsgrenzwerte bei 15 Liegenschaften und bei zwei unüberbauten, erschlossenen Parzellen, weiterhin überschritten. Für diese Liegenschaften werden Erleichterungen gewährt. Die Alarmwerte werden nicht überschritten, sodass keine weiteren Massnahmen nötig sind. Der Regierungsrat hat das LSP genehmigt. (rm/rrb)

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