Oberdorf

Kurzaufenthalte mit Reha-Charakter als Nische entdeckt

Als Pluspunkt bezeichnet Brigitte Baschung, Leiterin des Alters-und Pflegeheims Bellevue, ihre regionale Herkunft.

Als Pluspunkt bezeichnet Brigitte Baschung, Leiterin des Alters-und Pflegeheims Bellevue, ihre regionale Herkunft.

Brigitte Baschung führt seit 100 Tagen das Alters- und Pflegeheim Bellevue in Oberdorf.

Bellevue: dieser Name kommt nicht von ungefähr. Wunderbar ist die Aussicht vom Alters- und Pflegeheim auf den Kirchturm von Oberdorf, ins Aaretal bis hin zu den Alpen. Nachvollziehbar, dass sich hier einst während rund 40 Jahren Kurgäste bei Molken- Kuh-, und Ziegenmilchkuren sowie kalten und warmen Bädern wohlfühlten.

Seit 1953 dient das Haus, das nach einem Brand von 1929 wieder aufgebaut wurde, als Altersheim. Hell, freundlich und persönlich präsentiert sich das kürzlich renovierte Haus. Einladend zeigen sich zudem die Gartenterrasse und der Pavillon, welcher als Treffpunkt aber auch für Feste des Heims oder für private Einladungen der Bewohner gedacht ist.

Wohl fühlt sich auch die neue Heimleiterin, Brigitte Baschung, aus Solothurn. «Ich freue mich, dieses Haus mit einem professionellen Team führen zu dürfen», sagt sie. Dabei hebt sie das gute Betriebsklima hervor, geprägt von Persönlichkeiten in der Pflege-, Aktivierungs-, Gastronomie- und Hauswirtschaftsleitung.

Unkompliziert und persönlich

Rund 100 Tage ist Brigitte Baschung mittlerweile im Amt. «Professionell, unkompliziert, persönlich.» Prägnant positioniert sie das 30 Betten zählende Alters- und Pflegeheim im regionalen Heimnetz. «Das Bellevue hat sich in den letzten Jahren auf Kurzaufenthalte mit Reha-Charakter spezialisiert», sagt sie.

Rund ein Drittel der Betten benutzen Gäste, die nur für drei Wochen bis drei Monate hier leben. «Langzeitpflege- und Kurzaufenthalte ergeben eine interessante Bewohnerschaft aus verschiedenen Lebenssituationen», ist sich Brigitte Baschung sicher. Das kleine Heim könne unkompliziert und persönlich handeln.

Es schaffe nicht mit Wartelisten. Obwohl das Heim den Leberberger Bürgergemeinen gehört, ist jedermann willkommen. Sie erwähnt dabei auch das Persönliche untereinander, denn dass das Küchenteam und die Hauswirtschaft alle Bewohnenden mit Namen kennen, gebe es nicht in jedem Haus.

Für spezielle Pflegebereiche – Tagesplätze, begleitetes Wohnen, Demenz – empfiehlt die Heimleiterin andere Institutionen. Im Bellevue sind 42 Mitarbeitende beschäftigt, was 29 Vollzeitpensen entspricht. Im Moment absolvieren vier Lernende eine Ausbildung im Pflegebereich.

Breite berufliche Erfahrung

Die in Rüttenen aufgewachsene Brigitte Baschung bringt eine breite berufliche Erfahrung im Gesundheits- und Sozialwesen mit. Sie schloss den «Master of Public Health» ab und verfügt über ein Nachdiplomstudium «Management im Sozialwesen». Mehrere Jahre war sie in der Geschäftsleitung der Krebsliga Schweiz in Bern tätig und unter anderem für die Prävention zuständig.

Zuvor arbeitete sie in der Jugend- und Suchthilfe Solothurn. Sie entsprach somit den Wünschen des Stiftungsrates und der Betriebskommission, die eine Person suchten, die nicht aus der Pflege stammt, aber Erfahrung in der Geschäftsführung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen mitbringt. «Die regionale Verankerung ist für mich sowie für Bewohnende und Angehörige wertvoll», ist Brigitte Baschung überzeugt. Seit diesem Frühling engagiert sie sich zudem als Vizepräsidentin von Palliative Care Solothurn.

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