Burgäschi
Künstlerpaar mit Flair für jüngere Operetten

Die Vorbereitungen der Bühne Burgäschi zur Operettengala und zu «Die Zirkusprinzessin» als Sommerevent 2017 laufen auf Hochtouren.

Gundi Klemm
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Melanie Gehrig und Reimar Walthert freuen sich auf die bevorstehende Operettengala.

Melanie Gehrig und Reimar Walthert freuen sich auf die bevorstehende Operettengala.

Gundi Klemm

«Wir sind wunderbar vielseitig gefordert», stellen Melanie Gehrig und ihr Ehemann Reimar Walthert fest. Sie als Gesangssolistin, Chorleiterin und künstlerische Leiterin, er als musikalischer Verantwortlicher für die kommende Operettengala und für die im nächsten Sommer geplante Operette «Die Zirkusprinzessin» von Emmerich Kalman.

Für die Operettengala ist bereits alles vorbereitet. Die Solostimmen Roger Bucher (Bariton), Fabio De Giacomi (Tenor) und Sopranistin Melanie Gehrig Walthert sind mit dem 14-teiligen Programm vertraut ebenso wie der 18-köpfige Frauenchor Crescendo, der mehr im Hintergrund agiert.

Reimar Walthert hat sein Kammerorchester, das aus 13 Instrumentalisten (Klavier, Streicher, Holzbläser und Schlagzeug) besteht, bereits um sich versammelt. Diese Gruppe aus professionellen Musikern tritt nur wenig verändert schon seit 2009 mit der Bühne Burgäschi auf und bildet den festen Kern auch für die Sommeraufführungen.

Liebe zum Musiktheater

«Wir stellen fest, dass wir zunehmend Musiktheater aus der Wendezeit vom 19. bis weit ins 20. Jahrhundert bevorzugen,» erläutert das Künstlerpaar seine Vorliebe für Musik, die nicht nur Walzer und Märsche, sondern auch die aufkommenden, rassigen Musical-Kompositionen im Blick hat. Die Einzeltitel, die an der Gala zu hören sind, umfassen im ersten Teil zum Auftakt ein grosses Potpourri aus «Die Zirkusprinzessin» bis hin zur Kurzvorstellung der kaum bekannten Operette «Moskau Tscherjomuschki» von Dimitri Schostakowitsch.

Der zweite Teil beinhaltet neben den bekannten Wiener Komponisten das humorvolle «Ausgerechnet Bananen» (Frank Silver/Irving Cohn), einen Ausschnitt aus «Blume von Hawaii» (Paul Abraham) und die Erinnerung an das zuletzt aufgeführte «Bezaubernde Fräulein» (Ralph Benatzky). Denn im zurückliegenden Sommer wurden die «Fräulein»-Darbietungen beim Oekinger Hornusserhaus wegen der grossen Nachfrage mit zwei Zusatzvorstellungen zum wahren Sommerhit mit Besucherrekord.

Wie sieht denn die Platzreservation für die insgesamt vier bevorstehenden Gala-Veranstaltungen aus? «Schon jetzt haben wir für Wangen und die beiden Daten in Biberist-Gerlafingen pro Anlass rund 200 Vorbestellungen», freuen sich die beiden Kunstschaffenden.

Monti-Zirkuszelt gemietet

Schon intensiv befasst ist Melanie Gehrig mit der 1926 uraufgeführten Operette «Die Zirkusprinzessin». Fast täglich sei sie mit detaillierten Vorbereitungen in Organisation, dem zeitgemässen Umschreiben der Texte, der Planung der Infrastruktur und schliesslich dem Nähen von Kostümen beschäftigt. «Um allem gerecht zu werden, habe ich vielerlei Hüte auf.» Bereits bekannt ist, dass die Bühne Burgäschi für die Aufführungsdauer im Juni/Juli das grosse Monti-Zirkuszelt gemietet hat. Aufgestellt wird es am 12. Mai nebst kleiner Zeltstadt im Burgäschi-Moos nahe dem Hornusserhaus. Die von Melanie entwickelten Entwürfe zum Bühnenbild liegen bereits der Regiomech in Zuchwil vor, mit deren Fertigung das Burgäschi-Management in der Vergangenheit gute Erfahrungen machte.

Ausgewählt ist das 14-köpfige Ensemble, das sich verstärkt mit Chor und einer aus Profisängern bestehenden Clowntruppe in der musikalischen Erarbeitung befindet. «Das Stück um den legendären Mister X spielt in St. Petersburg und verströmt begeisterndes internationales Flair», fühlt sich Reimar Walthert an seine Studienzeiten in dieser russischen Stadt erinnert. Regisseurin Melanie, die in dieser Operette die Zirkusreiterin Mabel Gibson spielt, hat veranlasst, dass zwar nicht mit Pferden, aber den zur Grösse der Manege passenden Ponys bereits trainiert wird. Sie ist hingerissen vom Kompositionsstil, mit dem Kalman klassische Musik, damals neue Modetänze, sowie ungarische und russische Einflüsse verbindet.

Termine Operettengala: 2. Dezember, 20 Uhr, Ref. Kirche Wangen a.d. Aare; 3. Dezember, 17 Uhr, Ref. Kirche Biberist-Gerlafingen; 2. Januar 2017, 17 Uhr, Ref. Kirche Biberist-Gerlafingen; 8. Januar, 17 Uhr, Kultur und Sportzentrum Pratteln. Reservationen unter operettengala@burgaeschi.ch oder Tel. 032 532 00 32.

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