Rüttenen

Kritik zur Schlussabrechnung der Sanierung Schulhaus

Brunnen im Eingangsbereich Schulhaus Widlisbach.

Brunnen im Eingangsbereich Schulhaus Widlisbach.

Trotz hohen Investitionen wegen der Schulhaussanierung kann Rüttenen eine positive Rechnung 2019 vorweisen.

Die Rechnung der Einwohnergemeinde Rüttenen kann sich sehen lassen. Sie schliesst mit einem Plus von nicht ganz 95'000 Franken. Budgetiert war ein Minus von 145'000 Franken. Das bessere Ergebnis, bei Ausgaben von insgesamt 6,71 Mio. Franken, begründet Gemeindeverwalter Franz Lüthi mit Mehreinnahmen von einmaligen Steuern bei den juristischen Personen, bei den Grundstückgewinnsteuern und bei den Sondersteuern.

Bei den Investitionen sind als grösster Posten weitere Ausgaben in der Höhe von 4,355 Mio. Franken für die Sanierung des Schulhauses verbucht worden. Die Verschuldungsproblematik streifte Lüthi nur kurz. Diese liege bei 3230 Franken pro Einwohner. «Ich denke, damit dürfte die Spitze erreicht worden sein. Wir sind besser, als im Finanzplan prognostiziert.»

Sanierungskredit wurde leicht überschritten

Die Verschuldung erklärt sich mit der hohen Investition für d die Sanierung des Schulhaus Widlisbach. Diese war schon zu Beginn der Gemeinderatssitzung ein Thema, erschienen doch vom Architekturbüro Fred Marc Branger und Alex Kaufmann, um die Schlussabrechnung zu präsentieren. Laut Zusammenzug der Rechnungen der Einwohnergemeinde in den Jahren 2018 und 2019 wurden vom Planungskredit (300'000 Franken) deren 270'000 Franken gebraucht. Der Sanierungskredit von 5,9 Mio. Franken musste mit 5,982 Mio. Franken leicht überschritten werden. Letztlich sind es 5,921 Mio. Franken, weil die Bürgergemeinde Rüttenen die Kosten in der Höhe von 61'000 Franken für die Sanierung des Brunnens und die Neugestaltung des Vorplatzes übernommen hat.

Obwohl die Kosten den Kredit nur geringfügig übertrafen, zeigte sich Gemeindepräsident Gilbert Studert nicht ganz zufrieden. Immerhin sei auch die Bauherrenreserve in der Höhe von 360'000 Franken ausgeschöpft worden. Die Ursache ist klar. Nicht geplant war der komplette Ersatz der Lüftung. Ursprünglich wollte man die Teile ausbauen und reinigen. Doch die Verschmutzung war so stark, dass man sich für einen vollständigen Ersatz entschied, was zudem Vorteile bei der Wärmerückgewinnung zur Folge habe, so Fred Marc Branger. Dennoch äusserte Gemeindepräsident Gilbert Studer Kritik. «Ich hätte erwartet, dass man dies schon frühzeitig bemerkt hätte. Die Summe wäre nicht kleiner geworden, aber wir hätten es gewusst.» Branger zeigte Verständnis für die Kritik und erklärte: «Man konnte es nicht sehen, und es war nicht normal. Es hatte so viel schädliche Substanzen, weil nicht regelmässig gereinigt wurde.»

«Ziel der Sanierung war die Werterhaltung»

Die Sanierung sei aber insgesamt gelungen, wurde vom Gemeinderat wie auch vom Gemeindepräsidenten festgestellt. «Die Werterhaltung war das Ziel der Sanierung. Das haben wir erreicht.» Anschaulich verdeutlichte dies das Votum von Alex Kaufmann, der am Tag der offenen Türe von vielen Seiten gehört habe, dass sich fast gar nichts geändert hat. «Ich denke, das zeigt, dass die Sanierung gelungen ist.»

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