Kriegstetten
Unterwegs in Sachen Gesundheit: Focus Jugend hat Themenweg mit 13 Posten errichtet

In Kriegstetten lädt Focus Jugend, Sonderschule und Internat, zu einem Themenweg mit 13 Posten ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Gesundheit.

Gundi Klemm
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Schüler von Focus Jugend bei einem der 13 Posten des 1,7 Kilometer langen Themenweges.

Schüler von Focus Jugend bei einem der 13 Posten des 1,7 Kilometer langen Themenweges.

Zvg

«Auf nach Kriegstetten» sollte die Devise für die nächsten Tage und Monate bis zu den Sommerferien lauten. Denn auf einem 1,7 Kilometer langen Rundgang hinter dem Schulgelände haben die 100 Kinder und Jugendlichen der Schule Focus Jugend in ihrer Projektwoche 13 fantasievolle Posten errichtet. Abwechslungsreich für Körper, Seele und Verstand wird der Blickpunkt auf die Gesundheit gelegt.

Der Titel des Themenwegs lautet «Focus on you». Er ist eine vielgestaltige Anregung, sich über die vielen Facetten des menschlichen Wohlbefindens Gedanken zu machen und sie hier spielerisch umzusetzen. «Das kannst Du hier machen» und «Darum tut Dir das gut» lauten beispielsweise Aufforderungen auf Tafeln, die jeden Posten begleiten.

Coronasichere Variante einer Projektwoche

«Noch einmal soll uns das nicht passieren», erinnert sich die Themenweg-Projektleiterin und Heilpädagogin Julie Balmer an den letzten Frühling. Wegen des Lockdowns musste die Projektwoche der Schule abgesagt werden. «Diesmal haben wir eine coronasichere Variante entwickelt.» Und weil der Gesundheit pandemiebedingt grosse Aufmerksamkeit zukommt, steht sie im Mittelpunkt aller Aufgabenstellungen im Themenweg, der wie ein Geschenk an die Öffentlichkeit wirkt.

Wie kann man sich selbst Gutes tun? Mit dem «Barfuss-Weg» als Start zum Rundgang lassen sich mit nackter Fusssohle die Unterschiede der Bodenbeläge erfühlen. Wie weit springe ich, und mit welchem Tier kann ich mich vergleichen? Welchen Rekord schaffe ich im Seilspringen?
Schüler Aphonso aus der Oberstufe ist überzeugt, dass der von seiner Klasse gewählte Posten Humor mit «Witze to go» und dem Lachen im Alltag viel zur Gesundheit beitragen kann. Hierhin gehört auch der Posten «Grimassen schneiden».

Schüler Matteo ist sich wie seine Oberstufengruppe der Bedeutung psychischer Gesundheit bewusst. Samuel und seine Klasse haben sich mit Naturmusik befasst und ein hängendes Xylophon gebaut, das man zum Klingen bringen kann. Ledian und seine Kolleginnen und Kollegen haben das Zubehör für ein Memory aus abgebildeten Gemüsen und Früchten gebaut. «Damit wir wissen, wie gesunde Ernährung aussieht.» Letiza hat mit ihren Klassenmitgliedern den Zucker sichtbar gemacht, der versteckt in unseren Nahrungsmitteln vorhanden ist und mit einem Zuviel davon unserer Gesundheit schadet.

Vom Ressourcenbaum bis zum Jerusalemer Tanz

Auf dem Weg steht auch ein Ressourcenbaum, der uns Betrachtenden zeigt, wie viel Energie wir selber «pflücken» können. Knacken kann man den Kirschstein-Code und sich eine Belohnung mitnehmen, vom Hügel oben durch ein Rohr (... und nicht wie gewohnt nur immer in die Röhre) weit ins Umland blicken und schliesslich die Massnahmen zur Ersten Hilfe wieder auffrischen.

Gemeinsam mit Heilpädagogin Teresa Rüfenacht, die als ausgebildete Sexologin für das Thema «Geschlechtliche Vielfalt» berufliches Rüstzeug mitbringt, ist von Mathan und seinen Altersgenossen ein interessanter Posten für alle Altersstufen gelungen. Die dort stehenden Figuren sind aus der hier befindlichen «Wundertruhe» mit Magneten bestückbar. Beide Pädagoginnen betonen, wie wichtig eine sorgsame, wertschätzende Aufbereitung dieses Themas in der Erziehung junger Menschen darstelle. Ende April wird ein Video aufgeschaltet, das Bereiche der Institution und einen Rückblick die Projektwoche umfasst.

Sandra Schär, Lehrerin und Coach für Berufsintegration, hat die Gemeinsamkeit zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern mit dem Erlernen des «Jerusalemer Tanz» in den Mittelpunkt gerückt. «Immer schön auf Abstand haben wir uns im Freien tanzend bewegt und viel Spass gehabt.