Kriegstetten ist im Wachstum und eine attraktive Gemeinde im Wasseramt. Der Kanton trägt der Gemeinde auf, nach innen verdichtend zu bauen, damit genug Platz für Zuzüger vorhanden ist. Dies ist in Kriegstetten schwierig, da es sich um eine Gemeinde mit vornehmlich Einfamilienhäuser handelt.

Der Vorschlag des Kantons, an der Hauptstrasse Wohnbauten um ein Stockwerk zu erhöhen, um so rund hundert Menschen unterzubringen, brachte Fragezeichen im Gemeinderat auf. Dort kämen nur fünf bis sechs Gebäude infrage, was nicht im Mindesten reichen würde.

Deshalb möchte sich der Gemeinderat durch einen Vertreter des Kantons informieren lassen und bei diesem Anlass auch gleich das Gelände begehen. Danach soll eine Arbeitsgruppe (Marco Schwab, BWK-Präsident, Mirjam Kilcher, Aktuarin BWK, und Gemeinderat Thomas Affolter) Ideen für die Ortsplanungsrevision zusammentragen.

Die Vorprüfung beim Amt für Raumplanung ergab, dass die Umzonung Nummer 339 recht- und zweckmässig sei. Eine Privatperson möchte ihr Einfamilienhaus erweitern, weshalb ein Landabtausch geplant ist. Lediglich bei Beschwerden würde eine nähere Betrachtung des Geländes durch das Amt für Raumplanung erfolgen. Die Ausschreibung wird ab Ende dieser Woche für die nächsten dreissig Tage öffentlich aufgelegt.

Idee einer Tempo 30 Zone

Das Agglomerationsprogramm der Repla espaceSolothurn wechselt in die dritte Generation. Somit müssen die Gemeinden die Massnahmen, die sie bei der ersten und zweiten Generation eingegeben haben, umsetzen. Für den Gemeinderat kam überraschend, dass die Repla von Kriegstetten solche Massnahmen vorliegen hatte. Zurückziehen könne man die Massnahmen nur, ehe mit der Umsetzung begonnen würde.

Der Gemeinderat verfügte deshalb, die Massnahmen ab sofort aufzuheben, vor allem da damit hohe Kosten angefallen wären, aber auch weil der Bedarf von Seiten der Bevölkerung nicht geklärt sei. Die Behörden hätten dreissig bis vierzig Prozent der Kosten gedeckt.

Eine Massnahme sah vor, eine Reit-, Bike- und Schwimmanlage zu fördern, was rund eine Million Franken gekostet hätte. Die zweite Massnahme betraf die Verkehrsberuhigung und sah eine Tempo 30 Zone im ganzen Dorf vor. «Wir werden die Idee der Tempo 30 Zone mitnehmen», so Gemeindepräsident Manfred Küng, «aber schlussendlich soll das Volk entscheiden, ob es eine Tempo 30 Zone möchte und wie gross diese anfallen soll.»