Gemeindeversammlung
Kriegstetten mit tiefschwarzen Zahlen in der Rechnung

Nadine Schmid
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Die früheren Steuererhöhungen haben mehr Geld in die Gemeindekasse gespült.

Die früheren Steuererhöhungen haben mehr Geld in die Gemeindekasse gespült.

AZ

An der Gemeindeversammlung wurden die 31 anwesenden Stimmberechtigten über verschiedene Projekte wie das Wohnen im Alter und die provisorische Kreiselumfahrung informiert. Auch wurde die positiv ausgefallene Rechnung 2017 vorgestellt. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 458'056 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 154'914 Franken. Der Mehrertrag sei vor allem auf die früheren Steuererhöhungen zurückzuführen.

Die Gemeindeversammlung genehmigte alle Geschäfte einstimmig. Neben der Rechnung stimmte sie auch zu, die letztjährig gesprochene und für ein Jahr angedachte Pensenaufstockung in der Gemeindeverwaltung von 160 auf 200 Stellenprozent beizubehalten. Diese Stellenprozente sind aufgeteilt auf die Gemeindeschreiberei (80 Prozent), die Einwohnerdienste (60 Prozent) und die neu dazu gekommene Finanzverwaltung (60 Prozent). Durch die hauseigene Finanzverwaltung wird auf einen externen Dienst verzichtet.

«Gegenüber anderen Gemeinden sind wir mit 200 Prozent immer noch schlank aufgestellt», argumentierte Gemeindepräsident Simon Wiedmer. Dieser Stellenanteil sei nötig, damit die Verwaltung funktionsfähig bleibe, denn es kämen immer mehr Arbeiten auf diese zu. So würden Bund und Kanton fortlaufend Aufgaben auf die Gemeinden abwälzen. Auch der technische Fortschritt erzeuge mehr Arbeit, zum Beispiel der Unterhalt der Homepage. Zudem würden gewisse Arbeiten komplexer und aufwendiger, wie das Verfassen der Rechnung, seit diese auf HRM2 basiere.

Kreisel gefällt, aber ...

Weiter informierte der Rat über diverse Projekte. Die Haltenstrasse wird 2019 saniert, wodurch mit grossen Einschränkungen zu rechnen ist. Die Bauzeit betrage ein Jahr. Dabei muss Kriegstetten voraussichtlich für die Sanierung des Strassenabschnitts, der durch das Dorf führt, einen Anteil bezahlen. Anders sähe dies jedoch aus, wenn der Vorstoss im Kantonsrat genehmigt würde, welcher vorsieht, dass der Kanton eigene Strassensanierungen vollumfänglich selbst berappt.

Weiter wurde der provisorische Kreisverkehr beim Dorfplatz angesprochen. Der Gemeinderat überlegt sich, einen Antrag an den Kanton zu stellen, um das Provisorium zu verlängern, da der Verkehr flüssiger laufe. Jedoch nahm er auch das Votum eines Anwohners zur Kenntnis, wonach einzelne Autolenker den abgesperrten Abschnitt beim Pfarrhaus befahren und es dabei zu brenzligen Verkehrssituationen kommen würde.

Auch auf das Projekt Wohnen im Alter wurde hingewiesen. Die Baubewilligung vom Kanton sei eingetroffen und die Liegenschaft verkauft. Die Bauzeit würde zwei Jahre dauern und voraussichtlich im April 2019 beginnen. Zum Abschluss erlaubte der Gemeindepräsident einen «Sneak Peek»: Er zeigte nämlich die neue Gemeindehomepage vor, die ab August oder September in Betrieb genommen werden soll.