Genehmigt
Kriegstetten kündigt den Vertrag mit dem Schulzweckverband HOEK

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag haben die Stimmberechtigten den Antrag des Gemeinderates zur Kündigung des Vertrags mit dem Schulzweckverband HOEK angenommen.

Urs Byland
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Das Schulhaus Kriegstetten – der Vertrag mit dem Schulkreis wurde gekündigt.

Das Schulhaus Kriegstetten – der Vertrag mit dem Schulkreis wurde gekündigt.

Rahel Meier

Nach einer längeren zum Teil hitzigen Diskussion genehmigten 41 der 65 anwesenden Stimmberechtigten den Antrag des Gemeinderates. 20 Anwesende stimmten gegen eine Kündigung des Vertrages mit dem Schulzweckverband ab. «Ich verspreche, dass wir in drei Jahren der Gemeindeversammlung eine Lösung präsentieren werden können», erklärte Gemeinderat Simon Wiedmer.

Man habe nun drei Jahre Zeit, so lange dauert die Kündigungsfrist, die von Kriegstetten gewünschten Änderungen, denen gegenüber sich Oekingen bisher verschloss, in Verhandlungen zu erreichen.

Anstelle des bisherigen Schulkonstruktes mit einer Schulgemeindeversammlung, die von der Kriegstetter Bevölkerung bisher kaum besucht worden sei, soll ein Delegiertensystem eingeführt werden. Dieses gewährleiste Kriegstetten jene Stimmkraft, die der Gemeinde aufgrund ihrer Grösse zustehe, so Wiedmer.

An der Versammlung wurde von den Gegnern einer Kündigung nachgefragt, was mit einem neuen Schulmodell substanziell erreicht werden soll. «Immer heisst es, die Schule funktioniere bestens, man sei allseits zufrieden mit dem Betrieb, aber mit einer Kündigung wird die HOEK an die Wand gefahren. Warum also die Kündigung.»

Dem Gemeindepräsidenten Manfred Küng und Simon Wiedmer gelang es aber mit ihren Argumenten, eine Mehrheit für die Kündigung zu gewinnen. «Wir wollen unseren Einfluss sichern. Es wurde immer wieder an Gemeindeversammlung moniert, dass wir keinen Einfluss mehr auf das Budget der Schule ausüben können. Jetzt habt Ihr die Gelegenheit, daran etwas zu ändern», erklärte Küng. Und Simon Wiedmer wurde deutlich: «Es kann nicht sein, dass die kleinste Gemeinde im Verbund alles blockieren kann.»

Auch ein letzte Argument der Gegner hielt die Versammlung nicht davon ab, die Kündigung zu genehmigen. So wollte ein Anwesender wissen, wie hoch der Anteil des Schulbudgets ist, der nicht vom Kanton vorgegeben wird. «Der Kanton bestimmt rund 95 Prozent des Budgets, den Gemeinden verbleiben etwa 5 Prozent.»