Die Traktandenliste führte den Gemeinderat am Donnerstag einmal durch alle Altersschichten der Dorfeinwohner. Viel zu reden gab die Spitex Bucheggberg. Die geplante Zusammenarbeit mit Lohn-Ammannsegg löste heftige Diskussionen aus, woraufhin Präsident Jürg Krebs seine Demission bekannt gab (wir berichteten). An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom kommenden Mittwoch wird er das Amt an Martin Willi, ehemaliger Gemeindepräsident Schnottwil, übergeben.

Wie Marianne Meister betonte, seien die Gemeindevertreter sehr an einer Zusammenarbeit mit Lohn interessiert. Diese ist bereits vertraglich geregelt, wie Krebs gestern auf Anfrage bestätigte. Der Vertrag sei Ende 2014 unterzeichnet worden und laufe bis zum 31.12.15. Wie Meister am Donnerstag informierte, findet am Dienstag eine Sitzung der Gemeindepräsidien statt, in welcher das «wie weiter mit dem Spitexverein Bucheggberg» traktandiert ist. Grundsätzlich sei man an einem Neustart interessiert und daran, die Differenzen zur Seite zu legen. Die Spitex sei «eine tolle Sache» und wichtig für den Bucheggberg.

Hinsichtlich des hohen Budgets der Spitex hat der Gemeinderat beschlossen, sich für eine Genehmigung desselben auszusprechen. Man würde es allerdings begrüssen, wenn eine Arbeitsgruppe eingesetzt werde, die die Vereins-Finanzen unter die Lupe nimmt und Verbesserungspotenzial ermittelt.

Vom Schimmel befallen

Vor Herausforderungen sieht sich die Gemeinde auch in Sachen Asylwesen. Schon seit sieben Monaten hätte die im «Chauffeurenhaus» untergebrachte afrikanische Familie ausziehen sollen, so Gemeinderat Rolf Siegenthaler. Dies wegen Schimmelbefall in der Wohnung. Diesen hatten die Bewohner laut Siegenthaler selbst verursacht, da sie es auch auf Drängen der Behördenvertreter hin versäumt hatten, in der Wohnung genügend zu lüften.

Die Verantwortung für die Geschichte liege aber nicht bei der Gemeinde, betonte Siegenthaler. «Die Familie hatte den Status Kategorie B. Damit ist der regionale Sozialdienst BBL verantwortlich.» Dieser habe sich denn auch entschuldigt. Mittlerweile sei eine neue Unterkunft gefunden und die Wohnung geräumt. Wenn alles nach Plan laufe, werden die Renovationsarbeiten im Februar abgeschlossen, sodass die Wohnung ab März wieder bewohnbar sei.

Ebenfalls ab März soll eine weitere asylsuchende Familie in Brunnenthal eine Unterkunft erhalten. Man warte derzeit noch auf das Okay des Kantons, so Siegenthaler. Nach Möglichkeit wolle man die Wohnung an eine syrische Familie vergeben.

Mehrzweckhalle betriebsbereit

Wie die Gemeinderäte Adrian Grossenbacher, Nadja Minnig und Bernhard Jöhr durchblicken liessen, verliefen die Arbeiten an der neuen Mehrzweckhalle nicht zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde. Arbeiter, die zu spät erschienen, und Mängel am verwendeten Material waren nur zwei der aufgeführten Punkte. Nun stünden die Arbeiten aber kurz vor ihrem Abschluss. Derzeit liefen noch Abklärungen über die übriggebliebenen finanziellen Mittel, die in die Bühnenausstattung investiert werden können.

Bezüglich des INVA-Mobils hat der Gemeinderat entschieden, dass dem Verein kein Pauschalbeitrag zugesprochen wird. Stattdessen subventioniert Messen die Fahrten, die von ihren Einwohnern tatsächlich getätigt werden.