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Konfirmation in Attisholz-Arena: Corona stellt Pfarreikreis Luterbach-Deitingen vor Herausforderung

Wegen der vorherrschenden Pandemie fand der Konfirmationsanlass des Pfarreikreises Luterbach-Deitingen am Sonntag in der Attisholz-Arena statt. Der ungewöhnliche Anlass der 24-köpfigen Gruppe wird wohl nicht allzu schnell in Vergessenheit geraten.

Tanja Graziano
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Um die Regeln des BAG einzuhalten, fand die Konfirmation in der Attisholz-Arena statt.

Um die Regeln des BAG einzuhalten, fand die Konfirmation in der Attisholz-Arena statt.

Roy Matter

«Die Konfirmation dieses Jahr wird in Erinnerung bleiben», sagte Rolf Weber, Pfarrer des Pfarreikreises Luterbach-Deitingen. Aufgrund der aktuellen Coronasituation fand die Konfirmation des Pfarreikreises gestern Sonntag in der Attisholz-Arena statt. Unter dem Thema «Chraft vom Läbe» wurde die 24-köpfige Gruppe Jugendlicher aus Luterbach und Deitingen konfirmiert. Sie sind eine Gruppe von vielen, welche diesen Frühling die Konfirmation verschieben mussten.

Weber sei es deshalb besonders wichtig gewesen, dass die Jugendlichen ein schönes Fest feiern können. In einer Probe vor der Konfirmation berichtete er, wie die Idee mit der Attisholz-Arena entstand. «Ich habe nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, wie wir die Feier mit allen Gästen durchführen können», so Weber. Der Erfahrungswert aus den vorherigen Jahren sei ein Maximum von 15 Gästen pro Person. Bei den 24 Konfirmandinnen und Konfirmanden rechnete er im Vorfeld deshalb mit 300 Teilnehmern.

Gute Zusammenarbeit mit Limited Edition

«Es war schnell klar, dass die Konfirmation nicht in der reformierten Kirche in Luterbach durchgeführt werden kann», erklärte Weber weiter. Zudem habe er sich gewünscht, den Gottesdienst ohne Maskenpflicht durchzuführen. «Plötzlich ist mir die Attisholz-Arena in den Sinn gekommen», führte Weber weiter aus. Dort hätten bis zu 800 Personen Platz. «Also kein Problem, den Abstand einzuhalten. In der Arena sind wir an der frischen Luft. Das ist ein weiterer Vorteil.» Limited Edition hatte ihnen die Arena zur Verfügung gestellt. «Der Geschäftsführer Harri Kunz ist uns da sehr entgegengekommen», so Weber.

Der Pfarreikreis durfte die gesamte Infrastruktur zu einem Pauschalpreis nutzen. Dies obwohl nebst der Konfirmation noch weitere Events am vergangenen Wochenende stattfanden. Natürlich sei die Feier damit teurer als in vorherigen Jahren, sagte Weber weiter. «Das ist es der Kirchgemeinde jedoch wert.» Glücklicherweise konnte das Schutzkonzept von Limited Edition übernommen werden. Die Teilnehmer wurden in drei grosse Sektoren eingeteilt. Dort gab es Zehnerreihen, in denen jeweils die Angehörigen einer Person sassen.

Bis am Samstag mussten dem Pfarrer alle Konfirmanden eine Liste mit den Kontaktdaten ihrer Gäste abgeben. Vor dem Event brauchte es jedoch einiges an Vorbereitung. Auch in der Woche vor der Konfirmation probten die Konfirmanden fleissig. «Dienstags übten wir mit der Hälfte der Gruppe und donnerstags mit der anderen», so Weber. Am Samstag fand dann die Hauptprobe mit der gesamten Gruppe vor Ort statt.

Noch mehr Helfer als sonst involviert

«Es braucht viele Helfer, um eine solche Konfirmation zu planen», sagte Weber. Dieses Jahr seien noch mehr Helfer involviert gewesen, damit alle Massnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) eingehalten werden konnten. «Jede Konfirmation ist ein grosser Aufwand.» Er selbst möge diesen Teil seines Berufs jedoch sehr. «Die Jugendlichen wachsen einem während des Jahres ans Herz. Sie entwickeln sich während dieser Zeit enorm», findet Weber.
Konfirmanden waren im Vorfeld der Feier nervös

Auch die Konfirmanden hatten Spass bei den Vorbereitungen. «Herr Weber ist ein cooler Pfarrer», sagte die 15-jährige Yaël aus Luterbach an einer Probe im Vorfeld der Konfirmation. «Er bringt uns immer wieder zum Lachen», ergänzte die 15-jährige Lena. Sie seien froh, dass die Konfirmation endlich stattfinde. «Ich hätte die Feier lieber vor dem Abschluss gehabt», so Lena aus Luterbach. «Die Konfirmation wird trotzdem schön», war die 16-jährige Larissa überzeugt. Gleichzeitig waren im Vorfeld alle ein wenig nervös. «Wir müssen vor viele Leute treten, deshalb finde ich es draussen besser», verriet Yaël. Insgeheim sei sie persönlich froh, dass die Feier erst im Sommer stattfindet. «Ich wusste im Frühling nicht, was ich anziehen soll», sagte sie schmunzelnd.

Anders ging es dem 15-jährigen Hannes: «Als die Feier im Frühling abgesagt wurde, hatte ich bereits alle Kleider gekauft. Ich musste mir deshalb ein neues Hemd besorgen.» Trotzdem freute er sich auf die Feier. «Es ist mal etwas anderes als in der Kirche», sagte er.

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