Altreu
Komplett neues Innenleben – Restaurant «Fischerstube» wird umgebaut

Das Restaurant Fischerstube wird nach der Pensionierung von der Wirtin Myrtha Steiner neun Monate geschlossen und umgebaut. Im Oktober ist es soweit.

Rahel Meier
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Von aussen her gesehen wird sich an der Liegenschaft nicht viel verändern.

Von aussen her gesehen wird sich an der Liegenschaft nicht viel verändern.

Rahel Meier

31 Jahre lang hat Myrtha Steiner in der «Fischerstube» in Altreu gewirtet. Im Oktober geht sie in Pension. Danach wird das Restaurant für rund neun Monate geschlossen und umgebaut. «Das Restaurant soll auch nach dem Umbau so bleiben, wie es heute ist: Einfach, gemütlich, familienfreundlich», erklärt Besitzer Beat Bürgin. Der heimelige Charme des Restaurants soll erhalten bleiben, ebenso die beiden Säli, an der Grösse wird auch nichts verändert. Das heisst, dass nach dem Umbau rund 75 Plätze im Innern und rund 80 Plätze draussen, angeboten werden können. Für den Umbau sind die beiden Architekten Bruno und Alain Walter (Solothurn) zuständig. Für die Beratung in Gastronomiefragen hat Bürgin Werner Käser ins Boot geholt.

Neu mit Wohnungen

Das Restaurant liegt in der Kernzone Altreu und in der Ortsbildschutzzone. Das Haus ist schon sehr alt. Ein Teil des Dachstockes stammt aus dem 17. Jahrhundert, so Bürgin. Der Umbau musste mit der Denkmalpflege abgesprochen werden. Nicht nur das Restaurant wird umgebaut, auch im Rest des Gebäudes verändert sich einiges. Die heutige Wirtewohnung wird zu einer normalen Wohnung und im Dachgeschoss werden ebenfalls Wohnungen eingebaut.

Spezielle Freude macht Bürgin der Mehrzweckraum, der im ehemaligen Tenn eingerichtet wird und der einem Pächter neue Möglichkeiten eröffnet. «Der neue Raum dürfte zu einem Bijou werden», so Bürgin. Dank einer kleinen Bühne könnte er auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Für ein Konzert oder eine Vernissage. Auch für eine Vereins-GV oder eine Sitzung wäre der Ort geeignet.

Im Restaurant wird vor allem die Küche vergrössert. Mit dem Umbau sollen zudem die Betriebsabläufe optimiert werden. «Die Einrichtung, die Geräte, auch die Lüftung, alles wird auf ein modernes Level gehoben», meint Werner Käser. Vorschriften hätten sich verändert, und die Technik sei in vielen Bereichen besser geworden.

Typisches Ausflugslokal

Die «Fischerstube» ist ein typisches Ausflugslokal und daher eher ein Sommerbetrieb. Die grosse Terrasse ist an einem schönen Tag meist gut besetzt. Für die Kleinen gibt es einen Spielplatz, und heute freuen sie sich auch an den Ziegen, die auf dem grossen Umschwung gehalten werden. Auch Velofahrer, die auf der nationalen Veloroute 8 unterwegs sind, legen gerne einen Halt ein. Darum gibt es auch einen Veloparkplatz, und es soll eine E-Bike-Ladestation gebaut werden.

Werner Käser ist überzeugt, dass ein Pächter in der «Fischerstube» eine gute Chance für ein anständiges Auskommen hat. In einem Restaurant anzufangen, das eine komplett neue Infrastruktur hat, mache jedem Koch Freude. «Wir stellen uns vor, dass das Essen auch künftig eher fischlastig bleiben soll. Die ‹Fischerstube› ist ein Ausflugslokal, es soll nicht zu einem Gourmettempel werden.» Der grosse Umschwung lasse ebenfalls Möglichkeiten offen.

So könnte ein Pächter frische Kräuter pflanzen, allenfalls sogar Gemüse selbst ziehen. Der Gast solle im neuen Lokal im Mittelpunkt stehen. «Die Parkplatzsituation ist gut. Für viele ist es wichtig, dass sie direkt vor das Restaurant fahren können», so Käser. Dies sei sicher auch ein Pluspunkt, um sich einen Kundenstamm für Mittagessen aufzubauen.

«Für mich ist es wichtig, dass die ‹Fischerstube› weiterhin ein Restaurant für die Bevölkerung aus Altreu bleibt und dass die Vereine nach der Neueröffnung wieder hierherkommen», so Bürgin.

Noch ist man auf der Suche nach einem neuen Pächter. «Wir hatten bereits erste Interessenten, aber es ist noch kein Vertrag unterschrieben.»

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