Gemeinderat
Kommt in Messen eine weitere Steuersenkung?

Der Gemeinderat von Messen freut sich über eine positive Rechnung. Bei der Planung des Budgets 2019 wird eine Steuersenkung Thema

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Das Gemeindehaus Messen mit der Kirche.

Das Gemeindehaus Messen mit der Kirche.

Rahel Meier

Die Rechnung der Gemeinde Messen fällt gut aus. Der Gemeinderat freut sich über einen Ertragsüberschuss von rund einer halben Million Franken. In der letzten Sitzung wurde der Erläuterungsbericht der Rechnungsprüfungskommission (RPK) diskutiert.

Darin wird die Frage gestellt, ob nicht eine weitere Steuersenkung angebracht wäre. Der Gemeinderat wird dieses Thema mit dem Budget 2019 behandeln, wie Gemeindepräsident Bernhard Jöhr auf Anfrage erklärt. Messen habe in der Zwischenzeit rund 4 Mio. Franken Eigenkapital.

Allerdings falle schon bald der Betrag aus dem Finanzausgleich weg, der nach der Fusion plafoniert war.

Messen wird Ende der Legislatur voraussichtlich einen neuen Finanzverwalter suchen müssen. «Wir wollen vorausdenken und überlegen, was die beste Lösung für die Gemeinde ist», so Jöhr. Soll wieder eine Person angestellt werden? Soll eine Firma das Mandat übernehmen? Gibt es eine interne Lösung?

Messen vermisst Transparenz

Schliesslich hat sich der Gemeinderat, nicht zum ersten Mal, wie Bernhard Jöhr bemerkt, mit dem Abrechnungssystem im Sozial- und Asylwesen beschäftigt. «Für uns ist teilweise nicht nachvollziehbar, wie abgerechnet wird», so Jöhr.

Weil viele Abrechnungen verzögert erfolgen, gebe es immer wieder Abgrenzungen, die die Übersicht zusätzlich schwierig machen. Man habe in Messen nun eine Task Force gegründet, der auch die Ressortleiterin Soziales und der Finanzverwalter angehören. «Wenn wir die Situation analysiert haben, suchen wir das Gespräch mit der Sozialkommission», so Jöhr.

Hochstudhäuser schützen

In Brunnenthal sollen zwei Hochstudbauernhäuser unter Schutz gestellt werden. Bisher sind sie als «schützenswert» klassiert. Der Besitzer hat nun beim Kanton den Antrag gestellt, die Häuser unter Denkmalschutz zu stellen. Er möchte die Häuser sanieren, und nur wenn sie unter Denkmalschutz stehen, kann er von Subventionen profitieren.

Die Gemeinde Messen befürwortet die Unterschutzstellung grundsätzlich. Da der Liegenschaftenbesitzer diese selbst auch will, dürfte der Unterschutzstellung wenig entgegenstehen, sagt Jöhr. (rm)