René Strickler
«Kommt es zur Zwangsräumung, müssten hier Tiere getötet werden»

Die Besitzerin des Grundstücks, auf dem René Strickler seinen Raubtierpark unterhält, hat ein Vollstreckungsgesuch eingereicht. Strickler soll das Land räumen. Hat er einen Plan B wenn es zur Zwangsräumung kommt?

Urs Byland
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René Strickler hat keinen Plan B. (Archiv)

René Strickler hat keinen Plan B. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

«Wir verhandeln mit Espace Real Estate schon seit Sommer über einen Kauf des Areals», berichtet Raubtierparkbesitzer René Strickler. Ein befreundeter Architekt habe einen ausländischen Investoren zur Hand, der bereit sei zu investieren.

«Er ist von meiner Arbeit mit den Raubtieren überzeugt und möchte mein Projekt Jungle World umsetzen.»

Der Geldtransfer des Ausländers in zweistelliger Millionenhöhe müsse aber über die Europäische Zentralbank in Frankfurt abgewickelt werden, welche die Herkunft des Geldes prüfe. «Das ist nachvollziehbar. Die Weissgeldstrategie muss stimmen.» Aber diese Kontrolle brauche seine Zeit.

Er informiere die Espace Real Estate jede Woche über den Stand der Dinge. «Aber wir brauchen zusätzliche Zeit, damit das, was ich in all den Jahren aufgebaut habe, nicht zerstört wird.» Es sei nicht von ihm abhängig, wie schnell die Dokumente vorliegen, da sei er auf Frankfurt angewiesen.

Neujahr hätte René Strickler seinen Raubtierpark in Subingen räumen müssen.
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Raubtierpark
Victor Schmid, Kommunikationsberater der Immobilienfirma: «Wir haben ein Vollstreckungsgesuch beim Richteramt eingereicht.»
Auch wegen der Tiere habe man Geduld gezeigt, sagt Schmid.
«Wir bieten weiterhin Hand für einen Verkauf», heisst es weiter von Seiten der Immobilienfirma.
Am 3. Februar wird nun entschieden, wann das Areal geräumt wird.

Neujahr hätte René Strickler seinen Raubtierpark in Subingen räumen müssen.

Hanspeter Bärtschi

Hilferuf von René Strickler

Kommt es zur Zwangsräumung, hat René Strickler keinen Plan B. «Diese Tiere kann man nicht platzieren, das sage ich ganz offen.» Sie seien so sehr mit seiner Person verbunden, dass sie «an gebrochenen Herzen sterben würden».

Es sei nicht möglich, diese Tiere in anderen Zoos oder Stationen unterzubringen. «Sie würden nicht einmal die Reise überstehen. Das sage ich Ihnen als Fachmann.»

Man müsse die Tiere vor Ort töten. «Das würde einen Aufschrei auf der ganzen Welt nach sich ziehen.» Er habe nun einen Brief an den Gesamtverwaltungsrat der Espace Real Estate AG geschickt. Darin bitte er diesen, dass er die Situation des Raubtierparkes darstellen dürfe.

Wenn möglich würde er auch vor den Aktionären reden. «Ansonsten würde es nur Verlierer geben», ist er überzeugt. «Und am meisten würden die Tiere verlieren.»

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