Lüterkofen-Ichertswil
Kommt die Kehrichtabfuhr künftig jede Woche?

Der Gemeinderat von Lüterkofen-Ichertswil diskutierte die Abfallgebühren.

Lea Reimann
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Momentan werden Kehricht und Grünabfuhr separat bezahlt. (Archiv)

Momentan werden Kehricht und Grünabfuhr separat bezahlt. (Archiv)

sub/archiv

Der Gemeinderat wägt Vor- und Nachteile eines neuen Grünabfuhrmodells ab. Zur Diskussion steht, dass die Gebühr für den Kehrichtsammeldienst etwas angehoben wird und die Grünabfuhr dafür künftig direkt im Preis inbegriffen wäre. Dies ist derzeit noch nicht der Fall.

Momentan wird der Kehricht separat bezahlt, die Jahresgrundgebühr für eine Einzelperson beträgt 70 Franken, für einen Mehrpersonenhaushalt 180 Franken. Dazu kann ein Grüngutpass gekauft werden, welcher zur Abgabe von Grünabfällen berechtigt.

Wenn die Kehrichtgrundgebühr etwas teurer wird und das Grüngut dafür bereits inklusive ist, könnte dies den Vorteil haben, dass mehr Grüngut abgegeben wird – so die Überlegungen des Gemeinderates. Momentan werde dies nämlich teilweise mit dem gewöhnlichen Kehricht entsorgt oder mit dem Auto weggebracht. Zudem entfällt administrativer Aufwand, denn es müssten keine Grüngutpässe mehr ausgestellt werden und auch die Kontrollen entfallen, da alle Haushaltungen zu Grüngutabgaben berechtigt wären.

Im Rahmen der Diskussionen über die Grünabfuhr wurde auch die gewöhnliche Kehrichtabfuhr besprochen. Diese findet alle zwei Wochen statt. «Eine wöchentliche Kehrichtabfuhr wäre modern und zielgerichtet», betonte Gemeindepräsident Roger Siegenthaler. Die Bevölkerung wachse und zudem gebe es immer mehr Mietwohnungen, welche in der Regel nicht über soviel Platz verfügen wie Einfamilienhäuser.

Der Gemeinderat möchte beide Themen an der nächsten Ratssitzung mit der Umweltkommission besprechen. Zudem hat der Rat beschlossen, einen neuen, modernen Altglascontainer anzuschaffen, da der jetzige ersetzt werden muss.

Verschoben wurde das Traktandum über den Verkauf des Wärmeverbundes, welcher mit der Heizung in der Mehrzweckhalle gekoppelt ist. Da das Betreiben eines Wärmeverbundes nicht zu den Kernaufgaben einer Gemeinde gehöre, ist der Gemeinderat der Meinung, dass dieser verkauft oder verpachtet werden soll. «Gut wäre, wenn die Bürgergemeinde dies übernehmen würde», erklärte Gemeindepräsident Roger Siegenthaler. Zu einer Einigung ist es allerdings noch nicht gekommen, weshalb das Geschäft an der nächsten Sitzung mit der Bürgergemeinde besprochen werden soll. Gleichzeitig werden aber auch private Unternehmen angegangen, welche diese Aufgabe allenfalls übernehmen könnten.

Im Weiteren hat Gemeindepräsident Roger Siegenthaler informiert, dass er seit letzter Woche Präsident der Sozialregion Biberist-Bucheggberg-Lohn-Ammansegg (BBL) sei, nachdem der vorherige Präsident Markus Sieber sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat.

Angekündigt wurde zudem ein Anlass der Kulturkommission. Am 28. Januar wird der Kabarettist Michael Elsener in der Mehrzweckhalle auftreten.