Liegenschaftskommission Recherswil

Kommission fürchtet um die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit: Wofür ist sie in Zukunft zuständig?

Der Aufgabenbereich Liegenschaften erübrige sich durch eine funktionierende Bauverwaltung der Gemeinde für die Planungs- und Liegenschaftskommission.

Der Aufgabenbereich Liegenschaften erübrige sich durch eine funktionierende Bauverwaltung der Gemeinde für die Planungs- und Liegenschaftskommission.

Es herrscht Knatsch zwischen der Planungs- und Liegenschaftskommission (PLK) sowie dem Gemeinderat in Recherswil: Nach der demission des Kommissionsmitglieds Stefan Rupp verlangt die Kommission eine Stellungnahme des Gemeinderats zu ihrer Zusammenarbeit.

Es herrscht Knatsch in Recherswil zwischen der Planungs- und Liegenschaftskommission (PLK) sowie dem Gemeinderat. Dieser Zwist gipfelte nun in der Demission von Kommissionsmitglied Stefan Rupp. Stein des Anstosses war unter anderem der Entscheid des Rates, die Vereine in die Sanierung des alten Feuerwehrmagazins mit einzubeziehen. Konkret wird moniert, dass der Rat nicht auf die Vorschläge der Kommission eingehe und stattdessen eigene Lösungen kreiere. Ein PLK-Mitglied verlangt nun vom Rat eine Stellungnahme an der nächsten Kommissionssitzung.

Die Gründe für die Unzufriedenheit dürften indes tiefer wurzeln, wie im Rat gemutmasst wird. So wird vermutet, dass die Kommissionsmitglieder um die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit fürchten. Denn der Aufgabenbereich Liegenschaften erübrige sich durch eine funktionierende Bauverwaltung für die PLK. Der Planungsbereich wiederum behandle hauptsächlich die Ortsplanungsrevision. Aber genau in dieser arbeitet die noch relativ junge Kommission nicht mit, da die Revision bereits zu weit fortgeschritten ist. Die Gemeinderäte unterstützen daher den Vorschlag, in der nächsten Sitzung vorstellig zu werden. Jedoch sollen dabei vor allem der zukünftige Aufgabenbereich der PLK sowie die Vorstellungen und Erwartungen ihrer Mitglieder im Zentrum der Diskussion stehen.

Aus Industrie- wird Gewerbezone

Der Rat verabschiedete die Ortsplanungsrevision zuhanden des Kantons für die öffentliche Auflage. Die Revision warf kaum mehr Fragen auf. Einzig die Industriezone entlang der Autobahn, die in eine Gewerbezone mit Wohnungen umgezont werden soll, lieferte Grund zur Diskussion. Befürchtungen wurden laut, dass sich die Gemeinde, aufgrund des Autobahnlärms, mit der Umzonung keinen Gefallen tue. Peter Gehrig (FDP) wollte wissen, inwieweit die neuen Eigentümer gegen den Lärm gerichtlich vorgehen könnten, sodass die Gemeinde schliesslich mit Kosten verbundene Massnahmen ergreifen müsse. Gemeindepräsident Hardy Jäggi (SP) konnte allerdings beschwichtigen. Bei der Autobahn handle es sich um eine Nationalstrasse. Somit sei der Bund zuständig und die Gemeinde könne nicht haftbar gemacht werden. Ausserdem, so Jäggi weiter, habe es bereits einen ähnlichen Fall in einem anderen Recherswiler Quartier gegeben. Der Bund habe daraufhin Lärmmessungen vorgenommen und verlauten lassen, dass alles im grünen Bereich sei.

Gemeinderätin Karin Wimberger (SP) gab ihre Demission bekannt, was ihr nicht leicht gefallen sei. Letztlich kam die SP-Politikerin aber zum Schluss, dass sie aufgrund ihrer starken beruflichen Auslastung ihrer Tätigkeit als Gemeinderätin nicht mehr im gewünschten Ausmass nachgehen könne.

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