Riedholz
Klima-freundliche Heizsysteme fördern

Die Gemeinden der Region Unterleberberg organisierten in Riedholz einen Informationsanlass für Liegenschaftsbesitzer. Neue Heizsysteme und damit Energie sparen war das Thema.

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Im Gespräch mit Fachpartnern aus der Region informierten sich Interessierte zu möglichen Heizsystemen.

Im Gespräch mit Fachpartnern aus der Region informierten sich Interessierte zu möglichen Heizsystemen.

Energie Zukunft Schweiz

Über 70 interessierte Liegenschaftsbesitzerinnen und Liegenschaftsbesitzer besuchten die Informationsveranstaltung «Heizung ersetzen und sparen – so geht’s!». In der Mehrzweckhalle wurden sie durch den Präsidenten der Umweltkommission Riedholz Michel Aebi
begrüsst.

Experten zeigten in Vorträgen, an welchen Stellen die Wärme das Haus ungenutzt verlässt und welche Heizsysteme es gibt. «Um ein Heizsystem richtig beurteilen zu können, müssen immer alle Kosten und nicht nur die Investitionskosten berücksichtigt werden» erklärte Zeljko Lepur, Produktmanager Feuerungen. Anhand aktueller Energiepreise aus dem Kanton Solothurn wurden daraufhin die verschiedenen Heizsysteme miteinander verglichen. Dabei zeigte sich, dass Wärmepumpen – bei korrekter Dimensionierung und Konzeption – hoch effizient sind und über ihre gesamte Lebensdauer geeignet sind, um langfristig und klimafreundlich Energiekosten zu sparen.

Günstiger heizen

Durch energetische Modernisierungen und den Ersatz von alten Heizsystemen lässt sich in der Regel die Hälfte des Energiebedarfs einsparen und der Gebäudewert kann oft sogar gesteigert werden. Bund und Kantone unterstützen Baumassnahmen durch zahlreiche Förderungen und Steuererleichterungen. «Bevor man loslegt, muss man jedoch genau wissen, wo die Schwachstellen sind. Hierzu schicken wir einen neutralen Energieberater ins Haus, der das Gebäude auf Herz und Nieren untersucht, einen Gebäudeenergieausweis erstellt und Modernisierungsvorschläge für die individuellen Bedürfnisse unterbreitet», führte Sven Roth, Energieberater bei Energie Zukunft Schweiz, weiter aus.

Roth zeigte weiter an einem Beispiel auf, dass mit guter Planung erhebliche Wohnkomfortsteigerungen möglich sind. So wurde aus einem energetisch mangelhaften und aus heutiger Sicht wenig ansprechenden Einfamilienhaus aus den 60er Jahren über die Zeit ein attraktives, klimafreundliches und im Unterhalt kostengünstiges Wohnobjekt.

Immenses Sparpotenzial

Da in der Schweiz ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs im Wohnbereich anfällt und die meisten Häuser noch unzureichend gedämmt sind, ist das Sparpotenzial immens. Für einen ernsthaften Klimaschutz sind Anstrengungen in diesem Bereich unumgänglich, da durch das Wohnen grosse Mengen Kohlendioxid (CO2) emittiert werden.

Der Anlass wurde von den Umweltkommissionen Unterleberberg zusammen mit dem Verein Energie Zukunft Schweiz, der AEK Energie AG sowie der Umweltschutzorganisation WWF organisiert. (mgt)

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