Mit Abstand am meisten Begehren betreffen den Konflikt rund um den Mühlacker. Dort will die Kirschblütengemeinschaft die Überbauung Mühlegarten realisieren. Gemäss Leitsatz soll der Fokus auf der gewerblichen Nutzung liegen. Wohnungen sind nur untergeordnet zulässig. Die Mehrheit der Eingaben ist damit einverstanden, 115 Personen wollen diesen Leitsatz genau so umzusetzen. Eine Minderheit von 50 Bewohnern dagegen will, dass der Gestaltungsplan Mühlegarten gemäss Anweisungen des Verwaltungsgerichts vorangetrieben wird. Sie fordern, dass der Leitsatz aus dem Leitbild entfernt wird. Bleibt die Bestimmung drin, sehen die Promotoren des Mühlegartens ihre Felle davon schwimmen.

Die Gemeindeversammlung wollte mehrheitlich nichts von den Anliegen der Kirschblütler wissen. Mit 149 Ja- gegen 44 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen wurde das räumliche Leitbild angenommen. Damit kann die für Nennigkofen längst fällige Ortsplanungsrevision in Angriff genommen werden.

Kaum war der Entscheid gefallen, verliessen die Kirschblütler um Samuel Widmer demonstrativ die Mehrzweckhalle.

Bereits zuvor hatte der Gemeinderat versucht, das Bauprojekt der Kirschblüten-Gemeinschaft zu verhindern. Aus diesem Grund rief er eine Planungszone aus. Der Solothurner Regierungsrat hiess eine Beschwerde der Gemeinschaft gegen diese Planungszone gut. (crs)